The Pug & Me

The Pug & Me

Dienstag, 31. März 2015

Niklas hätte uns fast weggeblasen

Heute hatte ich kurz Angst wegzufliegen. Windstärke 11 ist gar nicht mal so lustig. Meine Mütze hatte Schwierigkeiten auf meinem Kopf sitzen zu bleiben. Stühle flogen durch die Luft, Kinder hielten sich an Straßenlaternen fest. Sogar mein Mops Emil krallte sich mit seinen Vorderpfoten im Boden fest, wenn er das linke Beinchen hob. Einmal hatte er nicht genug Grip, weshalb er mit den Hinterpfoten abhob und sein Körpergewicht nur noch auf den Vorderbeinchen bugsierte. Ein sehr witziger Anblick. 
Die kalte Nachmittagszeit verbringt man in Teehäusern. Ich trank dort einen Kaffe und fühlte mich so rebellisch. Stellt sich die Frage nach dem Namen Niklas? Warum geht man so nett mit diesem Sturmtief um? Jeremy-Pascal wäre ein passenderer Name für so ein unangenehmes Wetter.

Hier ein paar Impressionen zu Keitum:




Montag, 30. März 2015

Kalt, Kälter, Sylt

Sylt empfing uns mit Regen und Kälte. Da wagt man wieder einmal den Schritt und macht in Deutschland Urlaub und schon wird man vom Wetter bitter enttäuscht. Aber das war nicht das Schlimmste. Weitaus schlimmer war es, dass ich nicht wusste, ob ich auf Sylt überhaupt deutsches Netz haben werde. Denn Sylt liegt auf der Höhe von Dänemark und ich dachte, dass ich… Aber, ich kann euch beruhigen. Es gibt Empfang. Ich sollte aufhören, alles zu zerdenken. Ich bin ein "Kontrolletti" durch und durch. Ich mache mir Sorgen um Alles und Jeden. 
Wir wohnen in einem wunderschönen Haus in Westerland mit Esszimmer in einem großzügigen Wintergarten. Bis jetzt ist alles perfekt, bis auf das Wetter und die Tatsache, dass es kein WLAN gibt. Ich kann weder instagrammen, noch den Feed auf Facebook aktualisieren. Das löst richtige Verlustängste aus. Ein kalter Internet-Entzug. Kalt scheint sowieso ein Wort zu sein, dass sich wie ein roter Faden durch diesen Urlaub ziehen wird. Von der Internet-Miserie habe ich mich mit Spazierengehen am Strand abgelenkt (auch um eventuell Restaurants mit WLAN abzuchecken). Es waren gefühlte -5 Grad, bei einem Wind, der wirklich nicht angenehm ist. #blasenentzündung
Aber man überlebt es gerade mit Pudelmütze und Winterjacke.
Mittags sind alle Menschen um uns herum zu "Gosch" gerannt. Der Mensch ist ein Herdentier, deshalb sind wir hinterher gelaufen. Gute Entscheidung. Als Vegetarier/ Veganer ist man in einem Fischladen essenstechnisch etwas eingeschränkt, aber dafür kostet die Flasche Wein nur 11€. Das ist übrigens ein sehr gutes Konzept (abgesehen davon, dass es bei "Gosch" kein WLAN gibt): Die Leute einfach so günstig betrunken machen, dass sie nicht mehr merken, wie sie sich einen Flammkuchen für 15€ bestellen. Der Laden läuft. 
Sylt ist super gepflegt. Am Strand liegt überhaupt nichts, außer Sand und wunderschönen Dünen. Hunde können zu dieser Jahreszeit noch frei laufen. Für solch eine angenehme Atmosphäre zahlt man doch gerne ein bisschen mehr. Nicht vorzustellen, wie schön Sylt im Sommer sein muss. Das schreit nach Wiederholung. 
Nachdem der Wetterbericht für die nächsten Tage noch mehr enttäuschte als das Staffelfinale von ‚How I Met Your Mother‘, waren wir total überrascht, dass die Sonne doch mal fünf Minuten schien. Da musste plötzlich alles ganz schnell gehen. Handys und Kamera wurden gezückt und damit alles fotographiert was nicht bei drei im Strandkorb saß. Ein kurzer Anflug von Frühling, der am Meer etwas kühler und windiger ausfällt. Trotzdem hat dieser Urlaub seinen Charme. Vor allem auch, weil die Läden sonntags geöffnet sind. Das liebe ich!
Sylt ist zwar kalt, aber die Hoffnung darauf, dass ich Morgen einen Sonnenstrahl und WLAN finde, macht die Sache doch gleich viel spannender. 


PS: Ein Highlight jagt das Andere. Ich bin zum ersten Mal bei Aldi Nord gewesen. Ich dachte, da gibt es nur Heringssalat und Rollmops. Aber, und das war wirklich die größte Überraschung, das ist das absolut gleiche wie Aldi Süd in blau. Trotzdem, WLAN habe ich zwischen Kühlregal und Kühltruhe auch nicht gefunden. 






Dienstag, 24. März 2015

Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber der Wurm war nicht da

Morgenstund hat Gold im Mund. Am Arsch.
Jeden Morgen kämpfe ich mit dem Wecker. Ich bin ein Snoozer. Ich stelle mir meinen Wecker extra früher, damit ich noch genug Zeit für den Schlummermodus habe. Ich liebe es nämlich noch mehrere Male vom unsanften Klingeln dieser tickenden Zeitbombe neben meinem Kopf geweckt zu werden. Immer mit der Option, diese wieder wegzudrücken. Dieses Trauerspiel wiederholt sich täglich. Heute Morgen habe ich mir meinen Wecker bewusst früher gestellt. Ich wollte mal so richtig produktiv sein und gleich morgens alles aufräumen und viel mehr Zeit für Haare und Make-Up haben. Aber nein, mein Wecker klingelt eine halbe Stunde eher und ich entscheide mich lieber dafür eine halbe Stunde länger als sonst zu snoozen. Am Ende habe ich nicht aufgeräumt und meine Haare bekamen nur die Basic-Behandlung, weil ich zur gleichen Zeit wie immer aufgestanden bin.
Letzte Woche passierte etwas seltsames. Ich wachte auf ohne geweckt worden zu sein. Eine Stunde früher. Und ich konnte einfach nicht mehr schlafen. Ich hätte meinen Schrank aufräumen können, denn das wäre von Nöten. Darauf habe ich abends nämlich nie Lust und morgens, ausgeschlafen und fit, scheinbar auch nicht. Stattdessen habe ich mit offenen Augen im Bett gelegen, völlig überfordert mit dem Tag, der eine Stunde länger ist, habe Instagram und Snapchat aktualisiert und anschließend "Frühstücksfernsehen" geschaut. Während ich den weltbewegenden Hausfrauen-Nachrichten auf meinem Fernseher lauschte, bewegte sich die Welt und der Zeiger der Uhr weiter. Und mit jeder fortschreitenden Minute schwand meine Produktivität. Plötzlich war die Stunde vorbei und vorbei das Zeitgeschenk, das anfangs schier endlos schien. Und da war ich wieder, gehetzt unter der Dusche, gestresst beim Föhnen und zittrig mit der Wimpertusche, weil ich völlig unterzuckert vom aus Zeitmangel übersprungenen Frühstück war.
Ich sollte mir mal eine Scheibe von Tim Cook abschneiden. Der checkt ab 4.30 nämlich seine E-Mails. Zu der Uhrzeit habe ich wahrscheinlich noch nicht mal eine Tiefschlafphase durchlaufen. Aber Frühaufsteher sind ja angeblich so viel leistungsfähiger und disziplinierter. Ich gebe zu, dass ich nicht der ausdauerndste Mensch bin. Aber was bringt es mir mitten in der Nacht aufzustehen? Da ist mein E-Mail Postfach nämlich noch sowas von leer. (Noch wickel ich keine Deals in Asien ab...)
Man könnte auch auf die Idee kommen, die Zeit morgens für Sport zu nutzen, um den Kreislauf so richtig in Schwung zu bringen. Aber das ist eigentlich auch Quatsch, weil mein Fitnessstudio zu dieser unchristlichen Uhrzeit noch nicht mal geöffnet hat.
Ergo, früh aufstehen macht wenig Sinn für Menschen die keine Mails aus China erwarten, "Frühstücksfernsehen" hassen oder deren Fitnessstudios erst öffnen, wenn die Dunkelheit die Nacht verdrängt und die Sonne den östlichen Bereich des Himmels erklommen hat. Zumindest ersetzt für mich der Stress im Bad, verursacht durch zu langes Gewälze von Kissen A nach Kissen B, den Frühsport. Mehr will ich nicht. Für Langschläfer ist die Welt länger in Ordnung.








Sonntag, 22. März 2015

Von Schwarzen Löchern in Handtaschen

"Frauen und Handtaschen", sagt man(n). 
Viele Frauen lieben Taschen, weshalb sie viele besitzen. Ist es das? Die Obsession sie anzuhäufen, sie danach in Schränken zu versenken und manche öfter und andere weniger oft ans Tageslicht zu führen? Oder ist es der Wunsch, teure Läden zu betreten? Ist es die Begierde nach Anerkennung, wenn man derartige Marken besitzt? Sieh her, ich habe eine neue Tasche, sie war teuer, sei neidisch auf mich.
Für mich haben Taschen auch einen wichtigen Stellenwert. Schon deshalb, weil ich ein Reisemensch bin. Seit ich 14 bin, habe ich die Gewohnheit, meine Klamotten in relativ regelmäßigen Abständen in Koffer zu stopfen. Da mein Koffer aber immer zu klein ist, brauche ich eine Handtasche. Durch diese sichere ich mir erweiterten Storage. Ohne Tasche könnte ich auf Reisen nie Kamera, Ipad und Schminke mitnehmen. Das bleibt nämlich immer am längsten draußen liegen, bis ich am Schluss dann feststelle, dass die 4 Paar Schuhe und 10 Oberteile vielleicht doch ein bisschen übertrieben sind für einen Wochenendausflug. Aber Entscheidungen will ich auch nicht treffen und bei mir im Koffer herrscht Gleichberechtigung. Es darf also jeder an Bord bleiben, kein T-Shirt muss gehen. Die erwähnten Gadgets wandern in die Handtasche. Abspielt sich eine immer wiederkehrende Szene: Sophie sitzt auf ihrem 100 Liter Koffer und versucht mit ganzem Gewicht selbigen einzustampfen, um so den Reißverschluss vielleicht doch noch schließen zu können. Klappt das nicht, wandert eben noch etwas in die Handtasche. Zum Glück gibt es diese. 
Neben der Reiseobsession gibt es da noch die Youtube-Abhängigkeit. Hauls, FMA's, Tutorials; nichts ist vor mir sicher. Das Beste sind allerdings "What's In My Bag" Videos. Ich liebe es zu sehen, was andere für lebensnotwendig halten und auf ihrer Reise durchs Leben mit sich umhertragen. Auch bewundere ich deren Ordnung. Wie kann das Innenleben einer Tasche so strukturiert sein? Ich verliere ständig etwas in meiner Ordnung. Meine Tasche ist ein Schwarzes Loch. Es ist ähnlich wie mit der Waschmaschine, die ab und zu Socken verschwinden lässt. Meine Tasche frisst Schminke, Schmuck und Kleingeld. Ein Mysterium. Und meine Tasche gleicht mehr einem Mülleimer, als allem anderen. Ich brauche Ewigkeiten, um meinen Schlüssel zu finden oder mein Handy. Meine Tasche ist ein Kugelschreiber-Museum und wenigstens das Krümmelmonster würde dort ein nahrhaftes zuhause finden.
In Zukunft werde ich mich nur noch so vorstellen: "Hallo mein Name ist Sophie und ich habe ein Problem,  ich bin ein Taschen-Messi."








Dienstag, 17. März 2015

Tach, Frühling!

Ich bin heute Morgen aufgestanden und die Sonne ist mir ins Gesicht geplumst. Das pusht die Laune ungemein, wenn das Wetter gut ist. Mein Vitamin D Haushalt schreit nämlich schon: "Fütter mich!" Ich habe wirklich Angst davor, dass mir eines Winters mal vor lauter Mangelerscheinungen die Zähne rausfallen, weil diese Jahreszeit einfach immer länger und unberechenbarer zu werden scheint. Ich habe wirklich versucht auf ernährungtechnischem Wege Vitamin D zu mir zu nehmen, aber das ist gar nicht so einfach. Ich kann nicht jeden Tag Pilze oder Heringe essen und vor Tabletten habe ich sowieso Angst, auch wenn es nur Vitamintabletten sind. Ich Freak.
Jedenfalls freue ich mich, dass ich zumindest in meiner Pause draußen an der Sonne sein darf. Und dass ich endlich wieder eisgekühlte Sprite trinken kann, ohne von Außen und Innen einzufrieren. Vitamin D, Softdrinks und Zähne hin und her. Das Beste an der Sonne ist immer noch die wiedervorgeholte Frühjahrskollektion. Endlich weg mit den farblosen Winterjacken und her mit den leichten Farben.
Tach, Frühling! Ich freue mich auf dich.

PS: Ich wollte noch kurz jemandem "Hallo" sagen. Pollenallergie, wenn du mich hörst, du kannst dieses Jahr zu Hause bleiben. Oder du schickt mir eine Ladung Cetirizin Hexal vorbei, gratis bitte. Danke. Die Geste allein ist für mich in diesem Falle ausreichend, weil nehmen werde ich die Arznei nicht. #hypochonder







Sonntag, 15. März 2015

Über das perfekte Parfum

Über Parfums kann man sich streiten. Dieser Streit beginnt meist bei der Duftrichtung oder bei der Aussprache. Die Auswahl ist schwierig und das perfekte Odeur noch nicht gefunden.
Vor einem halben Jahr habe ich das Rauchen aufgegeben. Ich bemerkte schon nach kurzer Zeit, dass ich viel besser Atmen, Schmecken und Riechen konnte. Das Riechen wurde zur Sucht. Ich verbrachte Stunden bei Douglas, um 1000 Duftproben zu nehmen. In der Stadt blieb ich stehen, wenn mir Menschen mit außergewöhnlichen Parfums entgegen kamen. Duft macht Menschen anziehend und schön, wenn dieser passend gewählt wurde. Er sagt unglaublich viel über einen Menschen aus. Man trifft die Duftnote auf den Punkt oder liegt daneben. Dazwischen gibt es nicht, außer vielleicht der aufregende Duft von Duschgel. Zu süß schreit billig. Schwerer Moschus sagt alt. Zu viel von allem, bedeutet aufdringlicher Charakter. Düfte erinnern uns an Situationen, fast wie Musik. Vielleicht beschäftige ich mich zu sehr mit der Psychologie eines Parfums, aber genau so gut kann man beweisen, dass ein gutes Aroma den Charakter positiv unterstreicht. Ein Citrus-Duft lässt dich ziemlich sommerlich frisch aussehen. Rose wirkt rein und spirituell. Und orientalisch weißt auf einen sinnlichen Charakter hin. Das erste Parfum eines Mädchen oder Jungen ist ein kleiner Schritt in Richtung Erwachsenwerden. Mein erstes Parfum war Burberry The Beat.
Inzwischen schöpfe ich aus einem größeren Parfum-Fundus. Parfums sind wie Klamotten, man muss sie wechseln, sonst wird es langweilig. Sie sind Markenprodukte und dienen der Identifikation.
Zu meinen persönlichen Favoriten gehören: Gucci Guilty, Chloe Love, Guerlain Insolence, Escada Especially, Armani Sì und Marc Jacobs Daisy Dream.
Sie sind alle sehr unterschiedlich und für verschiedene Anlässe geeignet. Aber man hat ja schließlich nicht nur T-Shirts im Schrank, sondern auch Hosen, Mäntel, Röcke und vielleicht noch ein schönes Ballkleid.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr aus dem Haus gegangen seid und bemerkt, dass ihr euer Handy oder eure Armbanduhr vergessen habt? Ein Gefühl, dass etwas fehlt. So fühle ich mich auch, wenn ich mein Odeur vergessen habe. Es ist schlimmer, einen Teil seiner Persönlichkeit zu Hause gelassen zu haben, als einen abdinglichen Gegenstand. Aber ich bin nicht dumm und habe eine Lösung, um nicht fade durch den Tag zu geistern. In solchen Fällen gibt es Drogerien. Da geht man kurz hin, sprüht sich mit einem neuen, unbekannten Duft ein und kann für einen Tag als Prada oder Versace durchs Leben gehen. Aufregend!
Dank Parfums habe ich auch keine Angst mehr vor dem Älterwerden. Warum? Weil ich mir zu Beginn meines 40. Lebensjahres Chanel No. 5 zulegen werde. Ich freue mich auf diesen Tag, vor dem es allen so graut. Jetzt kann ich diesen Duft noch nicht tragen, so gerne ich es würde. Ich bin noch nicht reif dafür. Zu jung, zu naiv und zu unerfahren. Chanel No. 5 verleiht dir den adulten Ritterschlag. Ab dann wird unter meiner Klingel ein Schild hängen, auf welchen in güldenen Lettern steht:
Ritterin (#geschlechtergerechtesprache) Sophie Kunkel. 
















Dienstag, 10. März 2015

Eine ALDI Impression

Oder die ALDI Depression


Gestern war ich bei ALDI. Hier ist die unglaubliche Geschichte dazu:
Ich gehe in den Laden. Neonlicht blendet mich. Ich suche nach den Einkaufskörben, keine da, alle besetzt. Egal, denke ich, die paar Sachen nehme ich in die Hand. Ich laufe am Müsli und Toast vorbei, arbeite mich vor zum Brotautomaten. Wow, das ist ja faszinierend. Auf den Werbebildern sehen die Brötchen, Croissants und was es nicht alles für wenige Cents gibt, zum Anbeißen aus. Ich drücke jeden Knopf. Die Sachen die unten im Brötchen-Auffangbecken ankommen, sind frisch. Knöpfe drücken macht Spaß, weshalb auch Aldi Spaß machen muss, dachte ich.
Meine Reise durch den Discounter geht weiter. Menschen lehnen über Wühltischen, streiten sich um das letzte rote T-Shirt in Größe M. Ich will schreien. "Hört auf, die Letzten werden die Ersten sein." In diesem Falle trifft der Satz ins Schwarze. Wer auch immer mit diesem Shirt den Laden verlässt, kann nur verlieren, so hässlich ist es. Aber ich sage nichts und gehe weiter. Vor dem Kühlregal ist kein Platz mehr. Ich muss anstehen, um fünf Minuten später bis zur vegetarischen Ecke vordringen zu können. Ja, mich überrascht es auch, aber bei Aldi gibt es Tofu.
Inzwischen bin ich mit diversen Brötchentüten, Tofukrams und zwei Apfelsaftflaschen bestückt. Natürlich habe ich eine hausgroße Handtasche dabei. Aber da wird nichts reingepackt, sonst denken die noch ich klaue. Deshalb manövriere ich meinen Einkauf geschickt zum Obst und Gemüse. Die Auswahl auf den Schildern ist toll. In den Kisten sieht es allerdings nach DDR-Supermarkt aus. Kaum Auswahl, alles ausverkauft und weggeräubert. Nur die ekligen Sachen gibt es noch. Spinat, Kohl, Paprika. Alles Dinge, die ich nicht besonders mag. Ich entdecke eine Avocado. Sehr geil, 99 cent, halb so teuer wie bei REWE oder Edeka. Oh und Kohlrabi ist auch im Angebot. Dann brauche ich aber noch Erdnussbutter für die Zubereitung. Wenn jemand weiß wo es in einem Aldi in Deutschland Erdnussbutter gibt, bitte meldet euch! Vielleicht war ich verwirrt von der großen Menschenmassen und irritiert von den wirklich attraktiven Preisen, aber ich habe sie nicht gefunden. Ebenso nicht Ahornsirup,Sojajoghurt und Tageslicht. Ist mein Geschmack so abgehoben?
Dieser Einkauf ist inzwischen zum Frust mutiert. Ich gehe zur Kasse. Mein Arme fallen bald ab. Die Schlange ist 20 Meter lang. Ich beräue schon seit der ersten Minute meiner Food-Shopping-Tour die Entscheidung mir keinen Einkaufswagen, geschweige denn einen Korb genommen zu haben. Vorne angekommen schnappe ich mir eine Aldi-Tüte. Die Kassiererin kassiert in rasender Geschwindigkeit. Als hätte sie vier Arme. Ich habe nachgezählt, sie hat nur zwei. Ich kriege vor lauter Stress die Tüte nicht auf. Irgendwann klappt es und ich fange an einzupacken. "Unten die schweren Sachen, oben die Leichten" zählt jetzt nicht, weil ich keine Zeit habe das Zeug zu sortieren. Die Avocado fällt zu Boden, weil die beschissene Ablage zu klein ist. Die Kassiererin schreit mir eine Preis entgegen, da habe ich noch nicht mal 10% dessen eingetütet, was einzutüten ist. Ich bezahle und brauche gefühlte Stunden um mein Rückgeld wieder einzusortieren. Ich fühle mich abgefertigt.
Bei REWE wünschen sie dir wenigstens noch einen Guten Tag, wenn du die Kasse in Richtung Ausgang verlässt. Und am Ausgang stehen manchmal sogar bunte Luftballons.
Draußen angekommen muss ich erst mal tief durchatmen. Und dann muss ich zur U-Bahn laufen. Durch die Stadt, mit Menschen, die Augen haben, welche mich anschauen und mein unfreiwilliges Accessoire begaffen auf dem fett ALDI steht. Ein Spießroutenlauf. Ein Einkauf beim Discounter ist ein Stresstest.
Ganz im Gegensatz zu tegut.. oder EDEKA. Da läuft Entspannungmusik, da gibt es Erdnussmus, Ahornsirup und Freundlichkeit.
Als ich zuhause meine Einkaufstasche ausräume, hat sich die Avocado zu einer Guacamole verwandelt. Dieses Geknatsche ist nicht mal 99 cent wert. Und jetzt ist die 10 cent Tüte auch versaut und mit grünen Flecken versehen. Das was ich eigentlich an Geld gespart habe, ist soeben in der Mülltonne gelandet. Aber das was mich am meisten wurmt, ist dass ich mit einer ALDI Tüte durch die Stadt gerannt bin, umsonst!
So muss das sein mit dem Obst




Sonntag, 8. März 2015

About Macarons and Cupcakes

Eigentlich mag ich süße Sachen gar nicht so sehr. Hätte ich die Wahl zwischen Kuchen und dem Butterbrot, würde ich immer das Brot wählen. Aber es gibt da zwei Dinge, für die lasse ich alles stehen und liegen. Das Beste auf der Welt sind Macarons. Die sind so was von Marie Antoinette.
Das erste Mal habe ich sie vor zwei Jahren in Strassburg gegessen und seitdem lässt mich diese Sucht nicht mehr los. Weil ich diese Dinger wirklich in regelmäßigen Abständen zu mir nehmen muss, habe ich mir überall Beschaffungsspots gesucht. Ich weiß wo es welche in Frankfurt gibt, in Stuttgart, in München, Düsseldorf etc. Und ich weiß, dass die Macarons aus Mannheim eindeutig die Leckersten in Deutschland sind. Aber auch nur, weil sie direkt aus Frankreich geliefert werden. Also, falls ihr mal in Mannheim sein solltet (warum auch immer), geht zu engelhorn. Macarons sind nicht billig, aber ein kleines Beispiel erklärt euch wieso. Macarons sind die Fendi-Taschen unter den Feingebäcken. Sie sind schwierig herzustellen und die Zutaten sind nicht ganz billig. Diese Herstellung hat ihren Preis. Im Gegensatz dazu steht der Streuselkuchen. Wenn der Streuselkuchen eine Tasche wäre, dann irgendeine von s.Oliver. Langweilig, relativ günstig, an jeder Ecke zu bekommen und aus keinem allzu extravaganten Material. Mehr muss man zu dem Preis nicht sagen oder? Macarons sind eben etwas besonderes und ich gönne sie mir zu besonderen Anlässen oder einfach mal so. There is always a reason...
Eine ebenfalls leckere Erfindung sind Cupcakes. Sie sind einfach niedlich und im Vergleich zu gewöhnlichen Muffins nicht so trocken. Daran schuld ist die fluffige Creme on top. Man kann sie süß verzieren und die Farben des Toppings je nach Bedarf anpassen. Sie machen einfach was her. Und das nicht nur auf Kindergeburtstagen!







Samstag, 7. März 2015

About Eyeliner

Samstage sind so toll. Man kann ausschlafen, ein bisschen shoppen gehen, Café trinken, Kuchen backen, viel essen und das Beste: viel, viel, viel Zeit vor dem Spiegel verbringen.
Ich hab mir letzte Woche einen neuen Eyeliner gekauft und hatte heute mal Zeit ihn auszuprobieren.
Mit 14 habe ich angefangen Eyeliner zu verwenden. Meine ersten 'Kritzel-Versuche' müssen fürchterlich ausgesehen haben und ich entschuldige mich bei den Leuten, die diesen Anblick ertragen mussten, aber inzwischen (nach über 6 Jahren Anwendungszeit) kriege ich es ganz gut hin. Wenn der Strich sitzt, fühle ich mich wie Audrey Hepburn. Ohne fühle ich mich halb nackt. Zumindest unvollständig. Wenn man mich fragt, was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, dann wäre das, ganz klar, der Eyeliner. Bescheuert, aber ist so. 
Hier geht's zum perfekten Anleitungsvideo.
Give it a go.








Mittwoch, 4. März 2015

Die Deutsche Bahn - Die etwas andere Lovestory ♥

Tag 15

Ich nutze die Bahn im Moment öfter als Zahnseide. Mehr noch, man könnte es fast schon Beziehung taufen, so oft verbringen wir Zeit miteinander. 
Jeder weiß, wie Beziehungen laufen. Am Anfang ist alles super, der Partner hat keine Fehler. Irgendwann bemerkt man die ersten Macken, aber findet sie noch ganz süß. Man arrangiert sich mit den Fehlern des anderen und kann damit leben, dann ist es Liebe. Oder man kann darüber nicht hinweg sehen, was dann meistens das Aus für zwei 'Personen' bedeutet. 
Ich bin echt kurz davor Schluss zu machen. Mir reicht es. Es gibt zu viele Differenzen, zu viele Verabredungen wurden nicht eingehalten und für dich gebe ich einfach viel zu viel Geld aus. Andererseits weiß ich nicht wie ich ohne dich leben soll, Deutsche Bahn
Es gibt so viele Dinge die wir zusammen erlebt haben. Erst heute morgen waren wir wieder zusammen. Ich musste dich mit mehr Geld als noch vor ein paar Wochen füttern, denn du bist mal wieder teurer geworden. 
Drinnen ist es anfangs noch kuschlig warm. Dann fahren wir los. Deine Zwischentüren sind alt und schließen nicht mehr richtig. Mir wird kalt, weil bei jedem Halt frische Morgenluft in den Waggon strömt. Es ist eigentlich traurig, dass ich so viel Geld zahle, um gerade mal deine Basics abzubekommen. Ich dachte, ich hätte noch mehr als lediglich die Transportflat gebucht. Ich bin davon ausgegangen, dass du mich liebst und alles für mich tust. 
Ich höre Chopin und schaue aus dem Fenster. Eigentlich wäre das romantisch, wenn da nicht dieser Gestank von Urin an deinen Sitzen haften würde. 
Mir ist jetzt richtig kalt, aber ich kann trotzdem noch lachen, weil eine Frau Leberwurstbrötchen isst und die andere deshalb ihren Schuh nach Hundekacke kontrolliert. Ich wusste schon immer, dass diese Wurstbrötchen-Dinger stinken. Außerdem finde ich die Gedankengänge der kontrollierenden Frau höllisch komisch. Gleichzeitig steht die Frage im Raum, wie man morgens um halb acht Leberwurst runterbekommt. Ich vermute, dass es manchmal schief geht, weshalb es in der ein oder anderen Bahn häufig nach Kotze stinkt.
Ich habe wegen dir im Moment ein Problem mit der Pünktlichkeit. Natürlich könnte ich früher losfahren, um dein Defizit auszugleichen. Aber ich bezahle für dich ein Vermögen, da erwarte ich von dir, dass du auch pünktlich erscheinst. Wenn ich es mir so recht überlege, bist du ein ziemlicher Arsch. Manchmal lässt du mich einfach hängen und kommst überhaupt nicht. Bist bockig und bleibst wie ein kleines Kind mitten auf der Strecke stehen, wenn du vom bösen ICE mal wieder geärgert wurdest. Du bist echt scheiße. Aber Frauen stehen bekanntlich auf Arschlöcher.
Ich gebe dir jetzt noch eine letzte Chance. Triff mich Morgen um sechs, auf Gleis 8. Ich werde fünf Minuten warten und dann gehen. Außer du kommst, dann können wir reden und versuchen es vielleicht noch mal. Ansonsten rufe ich mein Fahrrad an und meinen Kumpel BlaBlaCar und gemeinsam machen wir dich fertig!

PS: Im letzteren Fall können wir trotzdem noch Freunde sein.



 

Montag, 2. März 2015

Über Montage und Geschenke, die keiner braucht

Tag 13 

Es ist Montag. Menschen hassen Montage. Warum auch immer. Aber ich bin ein Mensch. Also hasse ich Montage auch. Deshalb bin ich ebenfalls schlecht gelaunt. Weshalb ich schlecht gelaunte Texte schreibe. Braaaaah. (Ausdruck des Hasses.)
Heute finde ich alle doof. Das Wasser in der Dusche war heute morgen kalt, warum auch immer. Ich wusste nicht was ich anziehen sollte, weil ich meine Klamotten doof finde. Für Frühstück war, wie immer, keine Zeit. Die Frau in der U-Bahn roch nach Knoblauch, seitdem ist mir ganz schlecht, weil ich ja nichts gefrühstückt hatte, außer Knoblauch, in Luftform. Aber das Schlimmste war, dass beim Anziehen meiner Socken, mein perfekt manikürter Fingernagel abgebrochen ist. Jede Frau weiß, das ist eine Katastrophe und ein Grund ausnahmslos jeden zu hassen. Für Männer gilt: Achtung, rette sich wer kann, diese Frau ist auf 180, weglaufen.
Und wer war an diesem Nagel-Desaster Schuld? Der Weihnachtsmarkt. Da kamen diese Wollsocken nämlich her. Und gekauft hat sie meine Oma. Meine Oma strickt nicht selbst, darauf hat sie keine Lust. Sie ist eine coole Oma. Sie "überlässt diese Dinge Spezialisten", wie sie immer betont. Deshalb gebe ich auch ihr nicht die Schuld an einem Nagel der so scheiße aussieht, weil er einfach mal 5 Zentimeter kürzer ist, als die anderen. Ich gebe die Schuld den Geschenken. Nicht allen, sondern jenen, die mir von vorneherein nicht gefallen.
Wie zum Beispiel Socken. Omis denken scheinbar, dass sie die Pflicht haben, Socken zu schenken.
Warum? Wollsocken kratzen, passen nur in sehr weite Schuhe, wie zum Beispiel Boots, aber eigentlich doch nicht, weil diese schon gefüttert sind und man sich mit der Mischung Wollsocke und Wollfütterung nur die krassesten Käsefüße aller Zeiten züchtet. Wann also ist ein Gebrauch möglich? Richtig, nie. Wollsocken bleiben trotzdem der unangefochtene Klassiker unter den Geschenken.
Es gibt Familien die vor Kreativität nur so strotzen. Da werden zu Geburtstag, Weihnachten, Valentinstag und Kommunion die übergalaktischsten Geschenke rausgehauen. Ein Wochenende im Europapark, Konzertkarten, Wellnessurlaub, Spielekonsolen, Schnaps und und und. Und es gibt andere Familien, die sich gegenseitig Bücher schenken, Knigge oder einen Atlas, ein Lächeln, Wasserkocher und das schlimmste: Messersets und Schneidebretter. Ja, okay man braucht Haushaltsgeräte, aber nicht zum Geburtstag! Das gibt mir das Gefühl, dass mein eigens geführter Haushalt unvollkommen ist und vor allem optimiert werden muss. Muss er nicht, will er nicht! Er ist glücklich, so wie er ist. Ziemlich basic. Aber ziemlich glücklich.
Ich könnte jetzt schon wieder die Krise kriegen, wenn ich darüber nachdenke, dass ich schon so viel Unbrauchbares geschenkt bekommen habe, ohne Kassenbon. Das sollte allgemein eine Pflicht sein. Zusätzlich zum Präsent sollten keine Umschläge mit Glückwünschen, sondern mit Quittung verschenkt werden. Das Zeug in der Karte liest doch sowieso niemand.

Eine Stunde und fünf Bachblütentees später. Ich habe kurz Yoga gemacht. Das kann ich, weil ich da mal ein Buch zu geschenkt bekommen habe. Mir geht es jetzt viel besser. Ich habe meinen inneren Frieden wiedergefunden und ich habe mein Geschenke-Gedankenspiel weitergesponnen. Mein Herz ist jetzt voll mit Liebe und Good Vibes. Meine Füße schmiegen sich in warme Socken, handgestrickt.
Mir ist aufgefallen, dass heute Abend wieder 4 Folgen Sex and the City kommen. Unglaublich gute Laune macht sich bei dem Gedanken breit.
Davor werde ich mir auf meinem super-rutschfesten Schneidebrett (danke Omi) eine Gemüsepfanne zaubern. Ich werde den Tisch ordentlich decken, mein Mahl genießen und zwar so, dass sich Knigge nicht im Grab umdrehen muss. Das Kniggebuch hat also doch einen Sinn (danke Papa). Und wenn ich so drüber nachdenke, ist es für mich wertvoller gute Manieren bei Tisch zu beherrschen, als den Controller einer Playstation. #dontjudge
Frohsinn und Wohlbehagen fühle ich. Und das an einem Montag. Aber vielleicht ist heute gar nicht Montag, sondern Manuel Neuer.