The Pug & Me

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Mittwoch, 25. Februar 2015

Tausendundein Hobby oder wie finde ich einen Zeitvertreib für's Leben

Tag 7
Gerade in der Mittagspause gab es etwas Veganes. Ein bisschen Salat, ein bisschen Brötchen, ein bisschen Avocado als Brotaufstrich. Simpel und sehr lecker. Aufgepeppt haben wir dieses eher schlichte Lunch mit pikanten Stories aus unserem Leben. Hobbies waren das Thema. Was hast du in deinem Leben alles schon für Sportarten gemacht? Oder was für Instrumente hast du bereits gespielt?

Das ist meine Folgerung aus diesem Gespräch:

Fangen wir chronologisch an: In der ersten Klasse habe ich ganz klassisch Blockflöte gespielt. Ganz ehrlich? Warum drückt man Menschen dieses Alters derart nervige Instrument in die Hand? In Kinderhänden wird das gute Stück Holz zur Waffe! Es klingt scheußlich, weil man mit seinen kleinen Wurstfingern nicht fertig bringt, den richtigen Ton zu erzeugen. Das Geräusch treibt einen zur Weißglut. Parallel zum Flötenspiel turnte ich. Mich hat keiner gefragt, ob ich das wollte. Jedes Mädchen ging zur Turnstunde (vielleicht, weil es in unserem Kaff nichts anderes gab) und ich ganz besonders, weil ich aus einer Familie komme, in der das Geräteturnen Tradition hat. Es war dabei auch egal, wie schlecht ich war und wie bescheuert ich in diesem Trikot aussah. Hauptsache ich ging hin. Mit sechs habe ich angefangen Klavier zu spielen. Das hat mir Spaß gemacht, weil kein Trikot von Nöten war und weil man sich nicht übermäßig bewegen musste. Heute spiele ich auch noch ab und zu. Was heißt ab und zu, ich kann spielen, hatte insgesamt sicher zehn Jahre Unterricht, wenn auch mit Lücken, aber meistens bin ich zu faul, um Noten zu lesen.

Ich bin ein Mädchen und Mädchen lieben Pferde. Also fing ich an zu Reiten. Das war mir irgendwie damals schon zu 'basic bitch', weshalb ich anfing etwas gegen den Strom zu schwimmen. Erst machte ich Judo und dann kam noch Kung Fu dazu. Ich fühlte mich wie ein kleiner Rebell. Aber wie jeder andere verunsicherte Teenager, der ich inzwischen war, wollte ich nicht auffallen. Also habe ich brav weitergeturnt. Irgendwann merkte ich, dass turnen nicht mehr so hip war. Tennis hieß der neue It-Sport, also fing ich an Tennis zu spielen (man bin ich ein Fähnchen im Wind). Diese Sportart fand ich toll und ich fühlte mich so richtig High Society in meinem Tennisrock. Diese Leidenschaft hielt allerdings trotzdem nur für ein Jahr. Warum ich aufgehört habe? Das lag wohl an dem Tennislehrer, der es nicht für nötig hielt, das Licht in der Halle anzuschalten, wegen der hohen Stromkosten. Jetzt weiß ich auch, weshalb diese verdammten Bälle neon-gelb sind. Damit man ihnen im Dunkeln aus dem Weg gehen kann.

In den nächsten Jahren machte ich Bauchtanz, besuchte Malkurse, fing an Gesangsunterricht zu nehmen und spielte kleine Rollen in Musicals.

Meine Sporthobby-Diversität fand aber ein jähes Ende als ich beschloss auf ein Internat zu gehen. Dort vertiefte ich meine Liebe zur Musik und konzentrierte mich eher auf das Singen und auf das Klavier spielen, als auf Schwebebalken und Bodenmatte. Wobei, das ist nicht ganz richtig. Für eine kurze Zeit habe ich dort Basketball gespielt, nicht aus Interesse am Sport, sondern aus Interesse an einem Jungen, der selbiger Veranstaltung  immer beiwohnte. (hihi)

So spielte die damals 1,50m große Sophie Basketball (völlig ausreichende Größe...nicht), obwohl sie null Affinität zu Bällen hatte (merkte ich bereits im Alter von zehn bei einem Fußballcamp, ich hasse Fußball) und auch eigentlich sonst völlig talentfrei war, was dieses Spiel betraf. Jedenfalls währte meine Internatszeit, weit weg von meiner bayrischen Heimat, nur 2 Jahre. Ich ging zurück auf meine alte Schule und in meinen alten Turnverein. Aber, mein Ruf hatte sich verändert. Ich war jetzt sowieso schon die freakige Alte, die auf einem Gesangsinternat war, jetzt konnte ich auch machen, was ich wollte. Klavier spielte ich ja schon seit Jahren, was lag da nun näher für mich als mit dem Orgel spielen anzufangen. Richtig, nichts. Deshalb fing ich an einmal in der Woche in die Kirche zu gehen, um von unserem Kantor das Orgelspielen zu erlernen. Ich bin so froh, dass es davon weder Videos noch Bilder gibt, denn das muss so schrill ausgesehen haben. Ich in einer Kirche, an einer Orgel sitzend, um dem König der Instrumente mit Händen und Füßen Töne zu entlocken. Das hat schon Spaß gemacht und man fühlte sich so richtig mächtig. Aber wer ein Instrument spielt, weiß, dass man Üben muss um ein Meister seines Faches zu werden (außer du heißt Mozart, dann solltest du dich an dieser Stelle nicht angesprochen fühlen). Üben hieß in diesem Falle in die Kirche zu gehen, um sich dort ein-zwei Stunden mit dem Instrument auseinander zu setzen. Möglichst mehrmals die Woche und das unter erschwerten Bedingungen. 1. Ich hab verdammte Höhenangst und wer schon einmal in einer Kirche war, weiß, dass sich die Orgel immer recht weit oben befindet.

2. Abends im Winter, Frühling, Herbst ist es immer sehr früh dunkel und es gibt für einen Angsthasen wie mich nichts schlimmeres, als in diesem Zustand alleine in einer düsteren Kirche zu sitzen. Long story short, ich habe aufgehört Orgel zu spielen.

Kleiner Kontrast zur Kirchenmusik ist bestimmt HipHop. Ich wollte jetzt in jedem Falle wieder 'basic bitch' sein, weshalb ich anfing HipHop zu tanzen. Ich ging auf eine neue Schule, weshalb ich versuchte so normal wie möglich rüberzukommen. Die Tanzgruppe löste sich aber relativ schnell wieder auf, weil alle mit Abitur, Studium oder anderen Dingen beschäftigt waren.

Wenn ich mir meinen "Hobby-Lebenslauf" so ansehe, frage ich mich ob das bei anderen genauso ein inkonstantes Chaos war oder ob ich irgendwie der einzig komische Mensch bin, dessen Interessen im Jahreszeiten-Takt wechseln. Was habe ich eigentlich konsequent durchgezogen in den 20 Jahren in denen ich lebe? Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich ziemlich konsequent geatmet habe. Hey, das ist doch schon mal was. Außerdem hatte ich ziemlich beständig Musik in meinem Leben, wenn auch in vielen unterschiedlichen Formen, aber sie war da. Ebenso Sport, der war und ist auch mein permanenter Kompagnon. Und Schokolade.

Ich beneide Leute die genau wissen wozu sie in ihrem Leben bestimmt sind. Mehr noch, ich bewundere sie sogar, jene Menschen die tatsächlich Feuerwehrmann, Polizist, Lehrer oder Prinzessin geworden sind, weil sie sich das seit der Grundschule in den Kopf gesetzt haben. Ich gehöre nicht dazu. Dafür habe ich vielleicht einen cooleren Lebenslauf als Andere. Ich lebe eben frei nach dem Motto: "Nichts ist beständiger als der Wandel." - Heraklit von Ephesus. Und da basic bitches Zitate liebe, schiebe ich noch eins hinterher. Ich finde es ebenso treffend: "Mama always said life was like a box of chocolates. You never know what you're gonna get." - Forrest Gump



Mittwoch, 18. Februar 2015

Über eine kleine Lebensumstellung

Tag 1

Wenn ich so über das Jahr 2014 nachdenke, muss ich feststellen, dass eine ganze Menge passiert ist. Ich bin aus Italien zurückgekommen, habe meine Ausbildung angefangen, habe aufgehört zu rauchen (toi, toi, toi), bin in eine neue Stadt gezogen und habe wieder angefangen Fleisch zu essen. Ganze drei Jahre lang war ich Vegetarier. Ich habe mich bis heute auch noch nicht daran gewöhnt wieder ein Teil der fleischessenden Gesellschaft zu sein. Unter der Woche esse ich ganz selten Fleisch, am Wochenende schon, dann aber auch nur aus der Region kommend und einst glücklich.
Was mein Essverhalten angeht, bin ich sehr, sehr, sehr, sehr picky. Ich mag ziemlich vieles nicht. Ich bin der Alptraum jedes Koches. Ich esse kein Fisch, Rind und Wild. Dafür aber Geflügel und wenn ich richtig gut drauf bin, dann Schwein. Aber für mich fühlt es sich trotzdem nicht richtig an Fleisch zu essen. Ich verurteile niemanden. Aber ich finde es immer noch befremdlich etwas zu essen, dass mal gelebt hat. Warum mache ich es dann? Warum tue ich etwas, das mich kein Stück glücklich macht? Ist es nicht das Ziel eines jeden glücklich zu sein? Also meines ist es.
Manchmal lese ich Sätze, irgendwo in der U-Bahn, bei Instagram oder Pinterest, die mich inspirieren. Im Moment spielt dieses Zitat eine große Rolle in meinem Leben. Allein dieser Satz hat mich dazu bewegt mit dem Rauchen aufzuhören: "Take care of your body. It's the only place you have to live."
Zack, das hat gesessen. Jetzt bewegt er mich wieder dazu mit dem Fleisch essen aufzuhören. Ich sage nicht, dass Fleisch essen ungesund ist, ich sage, dass ich mich damit nicht gut fühle. Ich weiß, dass es mir nicht schwer fällt wieder Vegetarier zu sein. Deshalb brauche ich zusätzlich noch etwas das mich fordert. Ich liebe Challenges. Es ist schließlich Fastenzeit und fasten bedeutet enthaltsam zu sein und auf geliebte Dinge zu verzichten, um sich auf das wesentliche konzentrieren zu können.
Es ist wirklich lange her, dass ich diese 40 Tage, die heute starten, auf etwas konsequent verzichtet habe. Und ich dachte mir: "Hey, warum sich nicht diese Zeit vegan ernähren?" Das ist eine Herausforderung. Dabei interessiert es mich schon zu lange wie das so läuft, ob man wirklich so eingeschränkt ist. Ich möchte mich die nächste Zeit ganz intensiv damit beschäftigen was ich esse und was es mit mir macht. Ob ich mich besser fühle oder schwach. Ich möchte neue Rezepte ausprobieren und in neue Restaurants gehen. So schlecht kann es nicht sein oder hast du schon mal einen korpulenten Veganer gesehen?
Ich möchte auf keinen Fall anderen meine Lebensphilosophie aufquatschen. Außer beim Rauchen. Ehemalige Raucher sind bekanntlich die schlimmsten Nichtraucher. Da mache ich keine Ausnahme. Ich werde weiterhin das pöbeln anfangen, wenn jemand auf die Idee kommt sich in meiner Gegenwart eine Zigarette anzustecken. Da kommt mein Tourette zum Vorschein. Da fange ich an zu fluchen: "d-d-d-d-u s-t-i-n-k-s-t, v-v-v-v-v-e-r-p-i-s-s d-i-c-h" Da ist es mir auch egal, ob deine Zigaretten-Schachtel biologisch abbaubar ist. Das macht aus dir keinen gesünderen Menschen! Okay, stop. Sagen wir, ich werde das nur denken und nicht aussprechen. Zur Beruhigung und Verdrängung mache ich dafür jetzt Yoga und trinke Bachblütentee. #workwiththat #cleaneating #basicbitch

PS: Rezeptvorschläge oder weitere Überlebensstrategien von "Vegan Profis"sind herzlich willkommen.


Schmeckt wie Snickers, nur leckerer! 1.99 €




Montag, 16. Februar 2015

50 Shades of Terrible

****ACHTUNG SPOILER ALARM!****

Ich muss zugeben, dass ich das Buch schon nicht ganz gelesen habe. Ich konnte den Hype um diese Sache schon nicht verstehen. Es ist unglaublich schlecht geschrieben und hat mich gelangweilt. Außerdem habe ich nicht verkraftet, dass die Autorin so unsexy ist. Das ist ja wie wenn ein Veganer Metzger ist. Passt nicht.
Trotzdem bin ich ins Kino gegangen. Und ich bereue es nicht (später mehr dazu).
Ich bin von Natur aus neugierig. Mich hat interessiert was die ganze Welt da in den Himmel lobt. Ich wollte wissen welcher Meinung ich mich anschließen kann. 
Es gibt eine gewisse Prozedur, die vollzogen werden muss, wenn ein Gang ins Kino ansteht. IMDb ist eine Filmkritikdatenbank die mir schon häufig geholfen hat einen großen Bogen um schlechte Filme zu machen. Die Filme werden dort auf einer Skala von 1-10 bewertet. Ein Film muss schon sehr gut sein, um die 8 zu knacken. 
Fifty Shades of Grey kratz gerade so an der 4. Ops. Das musste ja scheußlich sein. 
War es dann tatsächlich auch:
1. Die Schauspieler von Rosamunde Pilcher und Traumschiff haben mehr drauf
2. Das einzige was einen knisternden Moment erzeugt, ist das Popcorn
3. Die Story ist vorhersehbar und langweilig
4. Jedes fucking Klischee wird bedient, ohne Ausnahme
5. Gut fand ich die Musik
Nach all der Kritik, wie kann man da sagen, dass man es trotzdem nicht bereut hat diesen Film gesehen zu haben? Ich habe selten so viel gelacht wie während dieser Vorstellung. Der Streifen war unfreiwillig komisch. Die Dialoge hatten in etwa so viel Tiefgang wie der berühmte Satz aus Deutschlands liebsten Lieblingsporn: "Warum liegt hier überhaupt Stroh?"
Es war einfach so schlecht, dass man lachte um nicht zu weinen zu müssen. So ungefähr wie bei "Der Musikantenstadl". Weinen über eine Gesellschaft, die Filme wie diesen als die romantischste Komödie des Jahres feiert und vergessen hat wer Jane Austen und was Stolz und Vorurteil ist. #abererhatteeineschwerekindheit
Hier habe ich euch eine kleine Liste meiner persönliches Best Of  IMDb Rezension zusammengestellt:






Donnerstag, 12. Februar 2015

Übers krank sein

Alle Jahre ist es mal wieder soweit. Ich bin krank. Und das ist schrecklich. Ich kann nämlich nicht still sitzen. Und heute muss ich das. Ich hab nämlich das Gefühl, dass mein Kopf platzt, sobald ich mich bewege. 
Also begnüge ich mich mit der Couch, Tee und dem kompletten Trash TV Programm was heute Abend mit Germanys Next Topmodel sein großes Finale finden wird. Ich freue mich so darauf! 
Um den Tag möglichst schnell und nicht komplett sinnlos und vergammelt (das einzig frische Highlight in meiner Wohnung sind die Narzissen auf meinen Tisch) rumzukriegen, lese ich Kochbücher und überlege welche süßens Cupcakes ich zum Valentinstag backen kann. In der Küche stehen, läuft heute nämlich leider nur in der Vorstellung. Oh, und online shoppen steht heute auch ganz hoch im Kurs. Krank sein macht einen also auch noch arm. Pfui. 
Aber was will man machen. Übrig bleibt einem nur sein Schicksal anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Wann hat man sonst so viel Ruhe? Heute lebe ich einfach frei nach dem irischen Sprichwort: "Was Butter und Whisky nicht heilen, dafür gibt es keine Heilung." In Hustensaft ist schließlich auch Alkohol!




  




Dienstag, 10. Februar 2015

I am a basic bitch

Die Basic Bitch. Ich liebe Alliterationen. Aber das ist mit Abstand der stylischste Stabreim des Jahres.
Für alle die der Wortfindung wegens ins wilde Grübeln geraten, hier die Auflösung. Eine 'Basic Bitch' wird von der New York Times wie folgt definiert: "A woman who fails to surprise us." BuzzFeed gibt folgende Erklärung dazu ab: "A boring person with no sense of uniqueness or personality." Das klingt wie jemand der ich nicht sein möchte. 
Als ich heute morgen an meinem Soja-Latte von Starbucks nippte, fiel mir der Fehler auf. Ich bin mittendrin im 'Basic Bitch Jungle'.
Bis heute dachte ich, dass ich etwas besonderes wäre. Ich mache alles anders wie die anderen. Morgens trinke ich Chai Latte, investiere viel Zeit in meine Augenbrauen bevor ich das Haus verlasse. Sie müssen perfekt angemalt sein, so dass sie jedesmal den Höhepunkt eines Instagram-Selfies darstellen können. Fühle ich mich fett, mache ich Detox. Als Snack trinke ich Smoothies. Weil ich besonders bin, trinke ich nicht irgendeinen Smoothie. Ich habe cooleres verdient. Innocent oder truefruits muss her. Wo wir bei Obst sind. Ich horte Apple Produkte. Was will ich denn mit android? Ist mir nicht stylisch genug. Ebenso Hollister. Die Marke ist gerade noch zum Sport machen gut.
Neuer Monat heißt neue Zeitschriften. Neue Woche, neue Biolebensmittel zulegen. Neuer Tag, neuer Starbucksscheiß. Neuer Geburtstag, Nachschub von Tiffany. Neuer Sommer, neue Festival und neue Länder. Neuer Winter neue Uggs und neuer Body Shop Lip Balm für die spröden Lippen. Neuer Freitag neue Party, neuer Selfies auf dem Damen WC, neuer Instagram-Post.
Das sind meine Basics.
Ops. Klingen ja genau so wie eure Basics. Ich bin genauso besonders wie alle anderen.Da wird aus besonders schnell gewöhnlich.
Bei uns gibt es keine Schuluniformen, aber wir machen uns einfach unsere Eigenen. Die aus Zarajeans, Primarkpulli und Ugg-Boots. Denn es gilt der Leitspruch: Werte deine Billigklamotten mit einem Luxusartikel auf. Ob das der Chanel Lippenstift auf deinem Mund oder die Speedy Bag von Louis Vuitton an deinem Arm ist, spielt keine Rolle. So viel Individualität muss schließlich noch sein.
Zwei Frappucino und einen Shopping-Streifzug durch Lush später, muss ich feststellen, dass ich und viele andere weibliche Wesen den ziemlich selben Geschmack haben. (Auch was unseren Badekugel-Geschmack angeht bzw. alles andere auch, schockierend). Ich mache alles genau so wie die anderen. Und ich fühle mich nicht schlecht dabei.
Mir reicht, dass sich mein Gesicht und Charakter von den anderen unterscheidet. Außerdem bin ich der erste Mensch, der es zugibt eine Basic Bitch zu sein (mit unglaublich grandiosen Charakter) und es macht mir Spaß Cupcakes zu backen nur um sie später auf insta mit schönem Filter posten zu können. Punkt.

Während ich diesen Text schrieb, lief auf sixx 'Sex in the City'. Es war schließlich Montag. Neuer Montag neuer sixx Mädelsabend. #imafuckingcliché



  
heykaytay.tumblr.com


Sonntag, 8. Februar 2015

Über's Abnehmen, Leberkäse und den Fitness-Zwang

Heute Morgen habe ich mich gewogen. Pikantes Thema. Mache ich nicht gerne. Aber ab und zu muss man einfach mal checken, ob die Hose kneift, weil sie eingegangen ist oder weil man einfach zugenommen hat. Obwohl man sich in seinem Körper wohlfühlt und das Spiegelbild gut aussieht, kann eine Zahl dieses Gefühl ziemlich schnell verändern. Ein Kilo zu viel macht mir schlechte Laune. Dumm eigentlich, aber so ist es.
Mit 13 habe ich mir darüber noch keine Sorgen gemacht. Da war ich ein süßer kleiner Klops. Da habe ich mehr gewogen als jetzt. Da habe ich abends noch Kohlenhydrate gegessen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich habe Sport gemacht und mich danach mit einem Leberkäsbrötchen belohnt.
Wenn ich mir heute Urlaubsfotos von damals anschaue, frage ich mich immer wer der gruselige, blasse Pottwal da am Strand ist. Richtig, das war ich.
Ich hätte mich außerdem gerne mal in meinem niedlichen Turntrikot bei Wettkämpfen gesehen. Wie muss denn das ausgesehen haben? Fetti macht Purzelbäume auf der Bodenmatte. Fetti rennt mit hoch rotem Kopf auf den Schwebebalken zu und versagt beim Sprung auf diesen. Fetti hatte damals wahrscheinlich einen größeren Unterhaltungswert als der Musikantenstadl. Ja, ich schaue diese Sendung, aus dem einfachen Grund, dass sie so unfassbar lustig ist.
Irgendwann mit 14 habe ich verstanden, dass Snickers, Mars und wie sie alle hießen, doch nicht meine "dicksten" Freunde waren.
Ich freundete mich mit Quark und Obst an und fing an schmaler zu werden. Nach ein, zwei Jahren sah ich dann so aus wie ich mir wünschte auszusehen. Größe 36, keine aneinander reibende Oberschenkel mehr und am Strand unauffällig normal wirkend, ebenso am Buffet. (Ich war jetzt nicht mehr immer die Erste.) Ich konnte mir Hosen kaufen die nicht gekürzt werden mussten. Was für ein Erfolg.
Doch in alle Klamotten bei Zara reinzupassen, reichte mir irgendwann nicht mehr. Ich wollte Crop-Tops tragen und am Strand nicht nur unauffällig sein, sondern durch meinen gestählten Bauch auffallen. Anmeldung Fitnessstudio. Cardio, Bauchmuskeln, Pumpen und dann möglichst nach 2 Monaten aussehen wie ein Victoria Secret Model. Lustige Vorstellung. Zur Auflösung: Das hat natürlich nicht geklappt.
Inzwischen gehe ich immer noch ins Fitness-Studio, aber mit einer anderen Intention. Sport gibt mir das Gefühl gesund zu sein, meinem Körper etwas gutes zu tun und mein Gewicht einigermaßen zu halten. Außerdem gehört Mukkibude, genauso wie UGG Boots und Starbucks Latte, zum "Perfect Girl Starter Kit".
Wenn man mich im Sportstudio irgendwo trifft, dann meistens bei den pumpenden Kerlen, gaffend und sabbernd, der Frage nachgehend wie die so große Oberarme bekommen haben. (Der eigentliche Grund, weshalb ich ins Fit gehe.) #stalkstattwalk
Zum eigentlichen Sport komme ich selten. Der Weg dorthin zählt schließlich auch zum Trainingsplan und die Strecke verlangt mir schon genug ab. Meine Sporttasche ist so schwer, dass ich mir das pumpen spare. Hinweg links, Rückweg rechts tragen. Auf diese Weise werden dann auch beide Arme gleichmäßig muskelbehaftet.
Mit meinem Leben fühle ich mich inzwischen ziemlich wohl. Es hat sich rausgestellt, dass meine Hosen bis jetzt immer nur eingegangen sind. #trocknertrollt
Die Welt ist für mich in Ordnung.
Wie ich bei der ersten Folge Bachelor gemerkt habe, könnte ich mich ohne Bedenken hinter den Leuten einreihen, die so stolz auf sich sind, weil sie früher dick waren und heute Größe S tragen können. Aber nur, wenn die Sachen groß ausfallen.
Und wenn man doch mal wieder denkt, dass der Trockner diesmal nicht an einem Desaster schuld ist, Kopf hoch. Manchmal hilft schon ein guter Spaziergang. Und wenn man all die Defizite unterhalb des Halses schon nicht ausgleichen kann, so lässt sich oberhalb des Halses wenigstens mit ein bisschen Makeup am geplegten Aussehen schmummeln. Wir müssen nicht perfekt sein. Aber ein bisschen Eitelkeit hat noch niemandem geschadet.










Donnerstag, 5. Februar 2015

About that tofu thing

Viele Menschen hassen Tofu. Weil er nach nichts schmeckt. Ich gebe zu, das kann ziemlich widerlich sein. Aber auch so toll, weil man sich den Geschmack je nach Zubereitung selbst aussuchen kann. Es schmeckt immer nur nach dem Gewürz, das den Tofu umgibt. Ein Nahrungschamäleon. Deshalb gehöre ich zu den absoluten Tofu-Junkies.
Meine Eltern sind in ihrem Leben viel in Asien unterwegs gewesen und haben gewisse kulinarische Köstlichkeiten mitgebracht, die aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken sind. Dazu gehören: Grüner Tee, Sojasoße, Fischsoße, echter Thailändischer Reis (Uncle Ben’s ist bei uns ein Schimpfwort) und natürlich Tofu. Ich esse Tofu seit ich denken kann. Die Kinder in der Grundschule fanden mich auf Grund meiner Nahrungsgewohnheiten ziemlich komisch glaube ich(während die anderen lecker Milchschnitte und Cola am Start hatten, trank ich Salbeitee und aß undefinierbare „Sachen“). Später auf dem Gymnasium wusste auch noch niemand außer mir was Tofu ist. Mit 15 ging meine Beziehung zu Fleisch in die Brüche. Die zum Soja-Quark nicht. Wir hielten durch. Machten immer weiter, wurden kreativer und entdeckten neue Seiten an uns.
Heute liege ich mit meiner Nahrungsgewohnheit voll im Trend. Seitdem die vegetarische/vegane Küche unseren Markt überrannt hat, ist Tofu überhaupt nicht mehr wegzudenken. Endlich haben die Menschen begriffen, dass Tofu gesund und vielseitig einsetzbar ist. Es zeichnet sich aus durch einen hohen Eiweißanteil und einen niedrigen Kaloriengehalt. Was will man mehr? Ich habe für mich entschieden, dass ich wieder Fleisch esse, mein persönliches „mehr“. Das war letztes Fasching, als ich mir unter Alkoholeinfluss eine Bratwurst gönnte und feststellen musste, dass diese eigentlich doch ganz lecker ist. Hoppla. Aber wenn Fleisch, dann eigentlich nur am Wochenende und von (ehemals) glücklichen Tieren. Ich fühle mich nicht schuldig deshalb. Ob hingegen die Sojasprosse vorher glücklich war, ist mir eigentlich egal. Ich gehe nicht davon aus, dass Pflanzen Gefühle haben. Im Gegensatz zu Menschen. Meine Gefühle werden schon verletzt, wenn mir etwas lieblos angerichtet serviert wird. Deshalb lege ich gesteigerten Wert darauf meine Speisen, auch wenn ich allein bin, schön anzurichten (nur wegen Snapchat und Instagram eigentlich).
Hier mein Serviervorschlag. Verletzt weder Ästhetik, noch Tiere. Allerdings mussten dafür Tofu, Zucchini und Fenchel ihr Leben lassen. Aber das macht ja nichts. Sie dienen einem höheren Zweck. „Ein Zweck der schmeck“ – Nadine ‚The brain‘


tagliatelle di verdure con tofu (ital. klingt cooler)
Gemüsetagliatelle mit Tofu


Zutaten:
2 Zucchini
Gemüsebrühe
200 g Alnatura Mandel-Nuss-Tofu (tegut, dm)
Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Fenchelknolle
4 EL Tomatenmark
Rotwein
Sahne
Sonnenblumenkerne
Parmesan

Zucchini mit dem Gemüseschäler in dünne Streifen schneiden und in der Gemüsebrühe kurz kochen lassen. Tofu zerbröseln und zusammen mit fein geschnittenem Fenchel* und Knoblauch in Olivenöl anbraten. Später  geschnittene Frühlingszwiebeln und Tomatenmark dazugeben und das Ganze vermengen. Einen Schuss Rotwein zum Ablöschen. Mit Sahne, Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss mit Parmesan und Sonnenblumenkernen anrichten. Delicious!
*wer keinen Fenchel mag, kann auch Karotten nehmen. 

max. Arbeitszeit 15 min
Schwierigkeitsgrad: sogar für männliche Studenten machbar
Kalorien: So viel, dass man sich sogar abends ohne schlechtes Gewissen damit satt essen kann!





Dienstag, 3. Februar 2015

Über Gefühlsausbrüche, Salate und heulende Männer


Aufreger des Tages: 
Gestern Morgen bin ich U-Bahn gefahren. Wie immer. U-Bahnen sind ziemlich coole Erfindungen. Man muss beim Warten darauf nicht frieren, hat meistens einen Sitzplatz und steht im Gegensatz zu Bus und Auto nie im Stau. Das finde ich super. Was ich nicht super finde, sind dämliche Menschen.
Im Angebot: eine Frau, Anfang dreißig, relativ große Handtasche. Ist ja überhaupt nichts gegen einzuwenden. Große Handtaschen sind ebenfalls eine tolle Erfindung, in der ich meistens mein ganzes Hab und Gut mit mir umherschleppe.
Doof ist nur, wenn der Zug voll ist und die besagte Frau auf die Idee kommt sich direkt vor dir auf dem Gang zu platzieren, aber so, dass ihre Handtasche intimen Kontakt mit deiner Nase pflegt. Das wäre ja okay gewesen, wenn die Handtasche von Gucci oder von Tod’s gewesen wäre. So Taschen berührt man doch gerne. Das Modell roch allerdings nach Primark. Pfui. Nicht mal echtes Leder.
Ich hab mich ziemlich eingeengt gefühlt. Irgendwann hab ich die Tasche und die daran hängenden Frau einfach mit meinem Kopf von mir weggeschubst. Kurzschlussreaktion oder Bad Ass? Lag vielleicht daran, dass mein Headset gerade Snoop Dogg ausspuckte und ich mich übertrieben „gangster“ und selbstbewusst fühlte.
Dieser leise Gefühlsausbruch hat sich super angefühlt. #sadist
 
Überraschung  des Tages:
Jeden Abend laufe ich am Restaurant Bull + Bear in der Schillerstraße vorbei und jedes Mal ist es gerammelt voll. Da dachte ich mir so, hey, das ist ein Zeichen. Wo viele Menschen sind, muss irgendjemand in der Küche irgendetwas richtig machen. War auch so. Ich hatte den Bull and Bear Salat mit Hähnchen in Chili-Soja-Soße. So lecker!
Danach Kino. Cinesneak. Ich hatte den ganzen Tag Angst, dass ein verdammter Horrorfilm laufen würde. Aber das gehört wahrscheinlich zum ultimativen Kinoerlebnis dazu.
Der Film ging los und ich war überglücklich. Ein deutscher Film, FSK 12, Komödie, flach, vorhersehbar, Spannungskurve ähnlich einer PowerPoint Präsentation. Genauso wie ich es mag, im Kino. Der Film „300 Worte“  mit Christoph Maria Herbst war ganz süß und hat mich unterhalten. Er hat seinen Zweck erfüllt. Der wahrscheinlich einzige Chick Flick den ich jemals mit meinem Freund in Kino zusammen geguckt habe werde.
Um ihn mit in „Fifty Shades of Grey“ zu schleifen, müsste ich wahrscheinlich K.O. Tropfen in seinen Kaffee kippen. Ist aber keine Option. Schon allein, weil das Zeug zum Kinostart des Films grenzenlos ausverkauft sein wird. Zu hohe Nachfrage bei zu geringem Angebot. Ein Oligopol ausgelöst durch einen Kinofilm. Und das alles, weil Männer immer nur Actionfilme sehen wollen. Aber Hand aufs Herz. Bei Titanic heult ihr genauso wie wir!
















Sonntag, 1. Februar 2015

About that youtube thing

Nun ist es soweit. Das erste Video ist online. Es ist nicht intellektuell, aber wir fanden uns lustig und das ist die Hauptsache. Und so entstanden Sätze wie: "Emil, da war der Hunger wieder größer als der. Die Augen wieder größer, ne?" Ja, genau. Ihr dürft mich zitieren.
Wir hatten Spaß. Ihr hoffentlich auch.
Seid gnädig was die Videoumsetzung angeht. Meine Youtube- und Filmschneidkenntnis ist in ungefähr vergleichbar mit meiner Fähigkeit Autos zu reparieren oder Fußball zu spielen. Aber man kann schließlich alles lernen.
Und jetzt genießt die nächsten fünf Minuten und lasst euch von meiner und Emils Blondheit entertainen.
Einen schönen Sonntag euch!

Sophie, Charlotte und Emil