The Pug & Me

The Pug & Me

Donnerstag, 29. Januar 2015

Fettklops oder sexy Krankenschwester

Beim Blick auf das heutige Datum fiel mir auf, dass es ja schon halb Fasching ist. Okay, ich korrigiere. Für manche Leute fängt der Fasching schon am 11.11 an, weshalb er sich für diejenigen schon dem Ende neigt. Für mich langweiligen und untrinkfesten Durchschnittsbürger beginnt Fasching aber erst am Freitag vor Rosenmontag. Mehr als 4 Tage angetrunkene gute Laune halte ich nämlich nicht aus. Irgendwann macht gut drauf sein nämlich auch keinen Spaß mehr. Nach Fasching will ich einfach nur noch pampig sein. Aber bis dahin ist ja noch ein wenig Zeit. Trotzallem liebe ich die fünfte Jahreszeit. Muss ja so sein, schließlich bin ich zu einem viertel Rheinländerin. Dieser winzige Anteil an lustigem Blut reicht, um mein Herz in Wallung zu bringen, wenn es um Konfetti, Kräbbel und Kostüme geht.
Stichwort Kostüme.
Früher war das einfacher. Da hat man sich noch keine Gedanken gemacht wie man aussieht. Man ist einfach in seinem Pippi Langstrumpf oder Sissi-Kostüm losgespreißelt und hat Bonbons gefangen. Diese hat man dann bis Aschermittwoch alle vernichtet, denn da beginnt ja bekanntlich die Fastenzeit. Das hat ziemlichen Spaß gemacht, denn wann hatte man schon mal einen Süßigkeiten-Vernichtungdruck? "Hier, was du nicht isst, werfe ich weg." Gesagt getan. Fasching als Kind war toll und reichhaltig.
Heute ist es immer noch großartig, aber die Wahl der Maskerade schwieriger.
Pipi Langstrumpf ist für Leute in meinem Alter leider nicht mehr so angesagt. Schade. Als Prinzessin kann ich wohl auch nicht gehen. Wenn man die Kostümonlineshops durchforstet, findet man nur noch zwei Arten von Verkleidungen: Ganzkörper und Sexy. Ganzkörper sind funktionale, unförmige Kostüme, die einen bei den Umzügen zwar warm halten (weil man 5 Pullis drunter ziehen kann #vorteil) vom Sexappeal aber ungefähr einer Kartoffel ähneln. Einer verschimmelten Kartoffel.
Aber ja, ich wollte schon immer mal ein Plüschbierfass oder eine Riesenbanane sein. Ist sicher eine Erfahrung. #Ironie
Für die zweite Möglichkeit muss man Fasching mehr lieben als seine Gesundheit. Die Blasenentzündung gibt es gratis mitgeliefert. Warum? Na, weil man Klamotten trägt, die sogar für den Sommer zu dünn sind. Sogar die Krankenschwester, die es eigentlich besser wissen sollte, trägt bei -20 Grad lediglich Feinstrumpf, Kleidchen und Bier.
Wann ist unsere Fastnachtsgesellschaft so extrem geworden. Ich habe die Wahl zwischen Klopskostüm und sexy Soldatin. Das ist ja, wie wenn ich bei der Bundestagswahl nur die NPD und die Linke wählen könnte. Wo sind denn die Volksparteien bzw. wo ist die Kostüm-Mitte?
Die hat sich zwischen Zweckmäßigkeit und Narzissmus verabschiedet.
Aber ich sollte mir nicht so viele Sorgen machen. Weihnachtgeschenke kaufe ich auch erst eine Woche vor Heilig Abend, frühestens. Bis auf ein Mal ist das auch immer gut gegangen. Ich habe noch über 2 Wochen Zeit den Hauch meiner Verhüllungsidee in die Tat umzusetzen.
Ich gehe vielleicht als Einhorn. Einhörner sind meine Lieblingstiere. Es gibt da so süße Ganzkörper-Einhornsack-Anzüge. Ja ich weiß, keine Form, dafür schön kuschlig, sexy wie eine Kartoffel. Ich ziehe einfach einen Gürtel an. Das macht es ein wenig körperbetonter. Kartoffel mit Taille. Ist für mich die Kostüm-Mitte. Artikel in den Warenkorb, Kaufen.
















Dienstag, 27. Januar 2015

Über die schlimmste Entscheidung überhaupt

Entscheidungen finde ich scheiße. Ich meine, ja es ist gut, dass man die Wahl hat. Aber die Wahl zwischen 20 verschiedenen Müslis im Supermarkt, 20 Brötchensorten beim Bäcker und 200 verschiedenen Nagellacks bei dm, das finde ich schon ziemlich übertrieben. Wir müssen jeden Tag so viele Entscheidungen treffen und wer sagt uns welche richtig ist? Niemand. Deshalb müssen wir auch ziemlich oft Fehltritte hinnehmen. Ich kann euch sagen. Seitenbacher ist das widerlichste Müsli überhaupt,Rosinenbrötchen kaufe ich auch nie wieder. Mit Crackel Nagellack sieht man aus wie frisch von der Straße. Schlimmster Nagellack-Fehlkauf ever.

Aber so ist das nun mal. Entscheidungen gehören zum Leben dazu. Und besonders gehören sie zur jetzigen Jahreszeit. Im Moment ist es so kalt, dass man am liebsten den ganzen Tag in seinem Bett liegen bleiben möchte und falls man doch mal aufstehen sollte, dann findet man sich mit einer heißen Schokolade auf der Couch wieder. Und vor dem Laptop. Den Reiseangeboten ganz verfallen.
Wäre das jetzt nicht die beste Entscheidung in den Urlaub zu fliegen? Die Karibik-Werbung hat gewirkt. Ich bin sowieso viel zu empfänglich für Werbung.
Die Urlaubsidee wächst und gedeiht. Mama wird kontaktiert. "Mama, haste Lust? Können doch mal wieder mit der Familie wegfahren!"
Sie ist sofort drauf angesprungen. Gott sei's gedankt. Mutti plant die besten Reisen.
Ab diesem Moment wird es schwierig. Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Wollen wir Wärme und Meer oder Kultur in Deutschland, Städtetrip, fliegen oder mit dem Auto fahren, Ferienhaus oder Hotel, nur Frühstück oder doch all inclusive?
Bei Blick aus dem Fenster wird klar, wir wollen in den Süden. Nach zwei Stunden haben Mama und ich via Telefonkonferenz ein Hotel ausgespäht, auf Zypern. Warum Zypern? Keine Ahnung, klang irgendwie ansprechend und irgendjemand hat mal gesagt, dass es da ganz schön sei. Das ging dieses Jahr aber schnell!
Zypern ist gebongt.
Nach zwei Tagen fällt uns der Fehler auf. Shit, wir haben einen Hund. Wir können die Flugreise abhaken,somit auch Zypern.
Aber wenigstens haben wir ein neues Mitglied im Familienreiseplan-Komitee. Papa. Und Papa möchte Kultur. Er will nach Dresden. Okay, dort gibt es zwar kein Meer und auch keine Hitze, aber man will ja nicht dumm sterben. Ein bisschen Kultur tut uns vielleicht ganz gut.
Nach drei Tagen der Schock. Emil mag Museen nicht. Und große Städte schon gar nicht, wegen der Rolltreppen. Aber die Story kennt ihr ja.
Tripadivsor, booking.com und fewo-direkt werden an den folgenden Tagen öfter angeklickt als das "Gangnam Style" Video auf Youtube.
Es fallen fiese Sätze wie: "Wenn ihr euch nicht entscheidet, gehen wir im Fichtelgebirge wandern." oder  "Wir bleiben hier, schließlich haben wir einen ziemlich schönen Garten."
Gut, dass ich ein Fuchs bin, denn ich habe den ultimativen Vorschlag, der alle Wünsche kombiniert.
Sylt.
Meer, check, Kultur, check, Städtetrip, semicheck, muss man halt kurz in Hamburg halten, die Frage ob Hotel oder Ferienhaus ist auch geklärt, weil niemand kochen und einkaufen will. Hund, check. Wäre nur die Frage nach der Wärme noch nicht geklärt. Oder doch?
Zum Glück gibts Saunen auf Sylt. Also Wärme, check.
Jetzt nur noch das Hotel finden. Kriterien in die Suchmaske eines o.g. Urlaubsportal reingehackt, scrollen, etwas anklicken. Erneute Euphorie. Das Hotel ist schön, okay diesmal buchen wir es wirklich! Alle sind einverstanden, auch Emil. Der hat vor lauter Vorfreude auf den Perserteppich gepinkelt. Aber alle sind gut drauf, wen juckt dann sowas?
Ein wenig später ist die Stimmung familienintern im Keller. Das Hotel ist zu unserem Wunschzeitpunkt ausgebucht.
Bis jetzt haben wir jedes Jahr Urlaub gemacht. Der Weg dorthin ist meist steinig. Wir fahren in den Urlaub, um uns von den Strapazen der Urlaubssuche zu kurieren.
Dieses Jahr wird es vielleicht anders. Bis dahin klatsche ich mir eine Südseetapete an die Wand und drehe die Heizung auf fünf. Aber nehme ich die mit Palmen und Strand oder die mit dem Sonnenuntergang Motiv? Fuck. 

Die Manie der Urlaubssuche















Sonntag, 25. Januar 2015

Die Verstummung der "Couch-Society"



Inzwischen habt ihr ja erfahren, dass ich verrückt bin. Ich mag keine Clubs, habe praktisch an jedem Salat was auszusetzen, bilde mir Krankheiten ein, bin pizzasüchtig und habe ein extrem angespanntes Verhältnis zu Nagellack. Kurzum, mit mir ist nicht gut Kirschen essen. Wer sich an dieser Stelle denkt: "hey, da schau ich drüber hinweg, ansonsten ist die Alte doch ganz okay", dem sei gesagt, dass er meine schlimmste Klatsche noch nicht kennt. Die Fernseh- und Filmklatsche.
Angefangen hat alles mit meiner eigenen Wohnung und dem somit erworbenen Alleinanspruch auf die Fernbedienungsherrschaft. Endlich kann ich als Monarch Gewalt über das Fernsehprogramm-Königreich ausüben.
Jeden Montag entscheide ich mich für die Geissens. Das geht dummerweise nur bis 21:15, weshalb ich danach immer auf den Sixx Mädelsabend umsteige. Nach Circus Halligalli wartet das Bett. Dienstag, „Das perfekte Dinner“. Mittwochs zur Zeit „Der Bachelor“, RTL ich danke dir.
Der Donnerstag ist im Moment ein echtes Problemkind. Da kommt einfach nichts erträgliches im TV. Und mit nichts meine ich nichts.

Diesen Donnerstag haben mein Freund und ich dann entschieden uns einen Film bei Amazon Prime zu gönnen. (Nein, ich würde niemals illegal online streamen, halte die Paranoia nicht aus erwischt zu werden). Es war schrecklich. Er wollte was mit Action und Gemetzel. Ich etwas mit Liebe und Happy End. Ich fragte ihn, ob er mal auf die Uhr geschaut hatte. Er: "Warum?"
Weil es draußen schon dunkel ist, da schaue ich mir Filme ab FSK 12 nicht mehr an. Insgesamt habe ich da ganz strenge Prinzipien. Wenn ich einen Film schaue muss dieser gewisse Kriterien erfüllen. Kein Blut, keine negativen Vibes, keine schlimmen Wörter und keine psychisch angeschlagenen Darsteller.
Die größte Spannung muss die Liebe zwischen Protagonist und Protagonistin darstellen. Ich sterbe immer fast, wenn die sich zehn Minuten vor Filmende entscheiden, wegen irgendeiner Banalität doch nicht glücklich zusammen in den Regenbogen zu reiten. Da kaue ich mir die Fingernägel runter, so dass diese jeglichen Glamour verlieren und das, obwohl ich eigentlich weiß, dass sie zusammen finden. Bei Actionfilmen würde ich mir vermutlich die Finger abbeißen. Nein danke, ich verzichte. 
Mein Freund und ich kamen an diesem Abend nicht auf einen Nenner. Wir haben beide nebeneinander Youtube-Videos auf unseren Handys geschaut und uns gegenseitig über die Lautstärke des anderen geärgert. Um 22:15 kam dann endlich Dschungelcamp und für fünf Minuten, während der Dschungelprüfung, waren wir auf einem Nenner. 
Eine weitere Leidenschaft meiner selbst sind Serien. Okay, eigentlich nur eine Serie. Gossip Girl. Klar, habe ich auch Breaking Bad, Girls, How I Met Your Mother und Devious Maids geschaut, aber keine Serie zieht mich so in den Bann wie Letztgenannte über die Upper East Side. Ich kenne die Serie auswendig, bin der krasseste Groupie von Chuck Bass und schaue jeden Tag eine Folge vor dem Einschlafen. Ich finde das okay, schließlich darf man Lieblingshosen und T-Shirts auch mehrmals tragen. Warum dann nicht auch Gossip Girl, meine Lieblingsserie 20 Mal anschauen? Ist das Gleiche oder?
Natürlich habe ich auch einen Lieblingsfilm: Stolz und Vorurteil. 120 Mal gesehen. Ich kann am Schluss immer noch weinen wie ein Baby. Mein Freund weigert sich diesen Film zu gucken. "Mädchenscheiß".
Ihr seht, unsere Geschmäcker sind so verschieden wie Vegetarier und Fleischesser. 
Aber ich bin ja nicht dumm. Wenn ich eins von den Filmen gelernt habe, dann wie Romantik funktioniert.
Man nehme ein MacBook und ein iPad, zwei Amazon Prime Accounts, zwei Filme nach jedermanns Geschmack und zwei paar Kopfhörer. Dem gemeinsamen Filmabend steht nun nichts mehr im Wege. Man kann nebeneinander auf der Couch sitzen, die Händchen vereint in der Popcornschüssel, ein jeder bei dem Film seiner Wahl und genießt doch die Vorzüge einer Gesellschaft ohne vom Lärm und Grusel des Anderen belästigt zu werden. Denn wie sagt schon Friedrich der Große: "Jeder soll nach seiner Fa­çon glücklich werden."


Samstag, 24. Januar 2015

Saturday Make-Up Fever

Heute ist Samstag. Ich liebe Samstage. Man kann ausschlafen, muss nicht arbeiten, erledigt ein paar Dinge im Haushalt und genießt, dass die Läden geöffnet sind und man ein wenig shoppen gehen kann. Mittags gibt es meistens Nudeln. Nachmittags dann Käse-Sahne-Torte und Kaffee.
Wenn ich mit der Samstagsvöllerei dann durch bin, denke ich mir meistens, man bist du fett geworden. Zu viel Kuchen, zu viel Kekse, zu viel hier und da. Um jetzt nicht auch noch in die "Chips-und-Salzstangen-ich-hänge-ab-16:00-auf-dem-Sofa-ab" Falle zu tappen brauchte ich einen Plan. Die Lösung war eine neue Freundin. Wir lernten uns kennen als ich 14 war. Ihr Name ist Schminke. Mit ihr kann ich mich Stunden beschäftigen ohne an etwas anderes zu denken, als das zu gestaltende Bild in meinem Gesicht. Ich nehme sie überall mit hin. Außer in mein Bett, so weit sind wir einfach noch nicht und werden es nie sein.
Unter der Woche hängen wir natürlich auch zusammen ab, aber wir investieren nicht so viel Zeit in unsere Freundschaft. Können wir einfach nicht.
Ohne sie wäre mein Leben wirklich langweiliger und würde sich nur auf den oben beschriebenen Kernsamstag beschränken. Wir verstehen uns von Tag zu Tag besser.
Auf uns und dass diese Freundschaft auch noch meine Falten und Altersflecken überdecken wird!





Donnerstag, 22. Januar 2015

Hilfe, ich bin ein Psycho!


Irgendwann kommt die Zeit, da muss man sich Dinge eingestehen. Ich habe mir vor Kurzem eingestanden, dass ich nicht normal bin. Ich leide unter einer Krankheit, einer sehr schlimmen Krankheit. Hypochondrie. Genauer Cyberchondrie.
Hypochondrie bedeutet, sich Krankheiten einzubilden für die es überhaupt keinen objektiven Befund gibt. Cyberchondrie ist die Suche nach Symptomen im Internet.

Ein Beispiel:

Seit Tagen begleiten mich Bauschmerzen und Übelkeit am Morgen. Was ist das bloß? Ein normaler Mensch würde jetzt folgende Schlüsse ziehen: wenig geschlafen, viel unterwegs, frühstückt nicht, völlig unterzuckert, daher die Übelkeit, ist vielleicht allgemein ein wenig geschwächt im Moment, maximal eine Magen-Darmgrippe. Mein Resümee fiel anders aus: Ipad entsperren, Google öffnen, Eingabe „Bauchschmerzen und Übelkeit am Morgen. Muss ich jetzt sterben?“ 113.000 Ergebnisse. Ich klicke aufs Oberste.
„Übelkeit kann viele Ursachen haben. Die Häufigsten sind allerdings Ekel, Magen-Darm-Infektionen, Herzinfarkt und Hirnhautentzündung. Auch eine Schwangerschaft geht anfangs meist damit einher.“
Mooooooooooment! Habe ich da gerade schwanger gelesen? Alter, Hirnhautentzündung wäre ja noch okay, aber schwanger? Mir wird abermals ganz schlecht. Ich kriege einen Fieberschub. Meine Symptome verstärken sich plötzlich. Und es ist niemand da, der mir Wind zu fächelt. Ich glaube, ich werde ohnmächtig. Das kann doch nicht wahr sein. Warum ich?
Den ganzen Tag über trage ich den Gedanken mit mir rum noch etwas anderes mit mir rumzutragen. Sag mal, seit wann gibt es so viele Babys in Frankfurt? Und seit wann machen die im Fernsehen so viel Werbung für Kleinkindnahrung? Oder bin ich heute übersensibilisiert was das Schwangerschaftsthema angeht?

In der U-Bahn google ich erneut. Wie sehr kann man sich einbilden schwanger zu sein? Ich lese in einem Forum: „Sehr.“

Ein Beispiel:

Meine Mutter hatte im vergangenen Jahr einen Bandscheibenvorfall. Und meine Schwester hatte im vergangenen Jahr einen Hypochondrie-Anfall. Sie hatte auf einmal unfassbare Rückenschmerzen. Natürlich hat sie gegoogelt was es ist, googeln liegt in der Familie. Bei ihrer wahnwitzigen Prognose konnten wir nur lachen. Was an der Bandscheibe mit 15? Ist klar. Später kam raus, dass es tatsächlich so war, sie hatte einen Bandscheibenvorfall, mit 15. Es hatten also zum selben Zeitpunkt meine Mutter, Schwester und- ungelogen- Emil mein Mops Rückenprobleme. Ist aus Einbildung Wirklichkeit geworden?

Aber zurück zum Thema. Google und ich waren heute richtig dicke. Ich fand mehr zum Thema Bauchschmerzen und Übelkeit und kam allmählich wieder auf andere Ideen als Strampler und Windeln. Meine Ablenkung nennt sich „Lactose Intoleranz“. Gefiel mir auf Anhieb besser.  Die Symptome stimmen. Das mit der Schwangerschaft ist Quatsch. Habe auch eine Beschäftigung für heute Abend. Lese Apothekenrundschau und google Nebenwirkungen von LactoStop. 








Dienstag, 20. Januar 2015

Gemeinsam einsam bei Vapiano

Wer mich ein bisschen näher kennt, weiß, dass ich 5 Monate meines Lebens  in Süditalien verbracht habe. Nach dem Abitur hat man sowieso nicht zu tun, möchte am liebsten Popstar werden, als zu studieren. Jobben in Deutschland ist überhaupt keine Option, denn da scheint eh nie die Sonne. Außerdem will man die so genannte Lebenserfahrung sammeln von der alle immer reden, weshalb man beschließt ins Ausland zu gehen. In Italien habe ich hauptsächlich Kilos gesammelt. Lebenserfahrung auch.


Woher die Kilos kamen
Es ist kein Gerücht, dass italienische Pizza einfach um Welten besser ist als jede andere. Das spiegelt sich auch auf der Waage wieder. Für ungefähr 1,50€ kriegt man das gigantomatischste, wohlschmeckendste Stück Margherita. Ich war süchtig danach. Ich erinnere mich gerne an unsere Pizza Fressorgien zurück.
Zurück in Deutschland gab es für mich nur eine Frage, wie komme ich an meine Droge?
Und dann, nach einer Woche kaltem Pizzaentzug  fand ich den Dealer meines Vertrauens. Er stand in leuchtend roter Schrift vor mir. „VAPIANO“
Die Pizza dort ist genauso wie ich sie mag. 1/3 knusprig, dünner Teig  und 2/3 Käse. Das Verhältnis muss stimmen. Wenn ich schon Low Carb lebe, dann will ich wenigstens viel Käse drauf. Das sind schließlich keine Kohlenhydrate. Fett darf ich essen. Ein bisschen Spaß muss schließlich sein. Punkt.
Aber ich schwöre euch, bis man diesen Leckerbissen vor sich auf dem Teller hat muss man tapfer sein und kämpfen.
Da ich inzwischen keine Vapiano-Jungfrau mehr bin und weiß wie man sich richtig verhält, um schnell zum Ziel zu kommen, ist das alles kein Problem mehr.
Erst muss man sich entscheiden zwischen Pizza, Pasta und Antipasti + Salate. Dann stellt man sich am jeweiligen Terminal an. Pasta, nein danke, dauert Ewigkeiten. Eben passend zu deren Slogan: Chi va piano, va sano e va lontano." („Gut Ding will Weile haben. Wer langsam geht, kommt auch ins Ziel.") In der Zeit war ich einkaufen, bin nach Hause gefahren und habe mir die Pasta selbst zubereitet. Antipasti und Salat auch nicht, ist zu gesund. Wenn ich schon essen gehe und Geld bezahle, dann will ich auch Kalorien auf meinem Teller. Lohnt sich ja sonst nicht.
Also Pizza. Vorteil: Geht schnell und ist semi-gesund. Ist schließlich Tomate drauf und Tomaten sind Gemüse!
Ich muss zugeben, dass ich ein Angeber bin. Deshalb suche ich mir auch immer die am schwersten auszusprechende Pizza aus. Nicht weil die besonders lecker ist, sondern weil ich allen meine tolle italienische Aussprache unter die Nase reiben will. Vorne angekommen sage ich also Folgendes: „Una quattro formaggi.“ Die Reaktion darauf ist meist offensichtliche Verwirrung. „Wie bitte, kwatro fomatschi? Haben wir nicht.“ „Oh, dann nehme ich Prosciutto e Funghi.“ Klingt auch gut. Pager in die Hand, zurück an den Platz -wenn man denn Einen hat- und warten bis man aufgerufen wird seine Pizza abzuholen. So einfach ist das „Vapiano-Help-Yourself-Prinzip“.
Alleine bei Vapiano was zu essen ist super, zu zweit auch noch. Ab drei Personen wird es problematisch. Warum?
  1. Jemand muss einen Platz reservieren, und diesen mit allem was er hat verteidigen (schwarzer Gürtel in Karate ist Grundvoraussetzung).
  2. Der Rest holt essen, natürlich bunt gemischt: Pizza, Pasta und Salate. Alle das Gleiche ist langweilig.
  3. Die Leute kehren zu unterschiedlichen Zeiten zum Tisch zurück.
  4. Allen voran die Pizza.
  5. Man schreibt über Whatsapp: „Fang ruhig mit deiner Pizza an, sonst wird die kalt. Liebe Grüße aus der Pasta-Schlange. PS: Ich hab Hunger und schwitze mir in meiner Winterjacke einen Wolf.“
  6. Die Pizza ist halbleer, wenn der Salat kommt und komplett leer, wenn die Nudeln am Tisch aufkreuzen

Ein Besuch beim Systemgastro-Italiener sollte gut geplant sein. Alleine oder zu zweit? Immer wieder gerne. Als Gruppe sollte man sich aber überlegen, ob man nicht einfach vorne an der Kasse stehen bleibt, sich das Platzgesuche spart und seinen Hunger mit den süßen, kleinen Gummibärchen stillt, die dort immer so artig rumstehen. Davon wird man schließlich auch satt und das ganz und gar gratis.Großartig!










Sonntag, 18. Januar 2015

About how much i love clubbing (not)

Also meine Lieblingsbeschäftigung ist ja shoppen. Immerhin bin ich ein Mädchen. Trotzdem plagt mich danach des Öfteren mein schlechtes Gewissen, weil ich das Geld doch hätte besser investieren können. Etwa in Bücher oder hochwertiges Bio-Essen. Aber ich habe inzwischen eine Taktik entwickelt um mein schlechtes Gewissen auszuknipsen. Diese Taktik sieht wie folgt aus:
Ich sage mir einfach, dass dieses Kleidungsstück unabdinglich ist. Ich brauche dieses Shirt, weil ich einen Oberkörper habe oder ich brauche diese Handschuhe, weil ich Hände habe. Die beste Ausrede ist aber immer noch, ich brauche dieses Kleid für Freitag Abend. Gekauft!
Auf der einen Seite liebe ich Freitage, weil sie mir eine stattliche Summe an Klamotten eingespielt haben. Andererseits sind sie total überbewertet.
Man kann ab Mittwoch mit der Frage rechnen, was man denn am Wochenende so macht. Hat wahrscheinlich Knigge so festgelegt. In meinem Kopf denke ich mir dann immer so: "Freitag, keine Ahnung, Couch und ich, Chips, Schokolade, Primetime, aber raus gehen? Nee, nicht so Bock."
Mein Ego sagt allerdings Folgendes: "Freitag? Ja, da gehe ich erst zu Douglas und lasse mich schminken, dann schmeiße ich mich in mein neues Outfit (extra dafür gekauft natürlich), um dann top gestylt in einer Bar was trinken zu gehen. Anschließend dann in 'nen Club, aber in einen Coolen."
Das ist meine Vorstellung eines Vorzeigefreitags wie er im Bilderbuch steht. Meine Umwelt gibt mir das Gefühl, man müsse das so machen. Das Freitag-Abend-Party-Girl-Kit.
Dieser ganze "Ich-muss-Freitagabends-unbedingt-was-erleben"-Blödsinn ist einfach kompletter Käse.
Das fängt ja schon bei den Uhrzeiten an.
Bis vor Kurzem fand ich es immer noch lächerlich, wenn meine Mutter kritisierte, dass wir erst um 23.00 Uhr in den Club losgingen. Das war aber ein Club in einer Kleinstadt. In Frankfurt habe ich gelernt, geht man erst so um 1.00 Uhr. Das habe ich meiner Mutter dann nicht erzählt, die fällt sonst völlig vom Glauben ab.
Jetzt merke ich langsam: Wie bescheuert ist das denn bitte?

Die Club Norm:
Man muss sich bis 1.00 Uhr wach halten, hat dann eigentlich gar kein Bock mehr, weil man schon seit 21.00 Uhr Frozen Daiquiris säuft und viel zu angetrunken ist, um noch anmutig über die Tanzfläche schweben zu können. Aber man muss ja vortrinken, weil die Preise in den Clubs verbraucherdiskriminierend sind. Bleiben muss man dann auch mindestens 3 Stunden, es wurde schließlich Eintritt bezahlt! Die Musik ist meistens eine schöngesoffene Mischung dem Best-of-2014 und sphärischer Elektroklänge und Techno, aber zweiteren Musikstil verstehe ich einfach nicht. Liegt vielleicht daran, dass es keinen Text gibt? Aber wenn man schon mal da ist, muss man auch was daraus machen. Man tanzt also zu Musik, auf die man nicht tanzen kann, verdurstet, weil Vodka zu teuer ist und lässt sich von widerlichen Typen anmachen. Bei versuchten Unterhaltungen ist der Speichelaustausch größer als der Informationsaustausch, weil man sich gegenseitig in Dezibelregionen anbrüllt, für die der menschliche Körper weder zum Aussenden noch zum Empfangen geschaffen ist. Beide Parteien trennen sich nach solchen Unterhaltungen meist demütig im einvernehmlichen Kopfnicken inklusive bejahendem Lächeln, da keiner verstanden hat, was der andere eigentlich verdammt nochmal von ihm wollte. Was für ein großartiger Spaß.
Ab 4.00 Uhr tun dann die Füße weh. Aber High Heels sehen nun mal schön aus. Das hält man dann noch durch. Wer schön sein will, muss bekanntlich leiden.
Um 5.00 Uhr kann man dann endlich vorsichtig fragen, wie es mit nach Hause gehen aussieht, ohne schief angeschaut zu werden.
Nachtbus fahre ich nicht. Ich bin ein Angsthase. Deshalb nehme ich das Taxi und zahle circa 25.00 € um sicher zu Hause anzukommen. Schminke runter, ab ins Bett.
Der Samstag ist meist ziemlich träge und der Schlafrhythmus total im Eimer, schlecht ist einem meistens auch. Der Sonne gehe ich auf Grund von Kopfschmerzen aus dem Weg, anderen Menschen sowieso.
Und das alles, wo ich doch mit zarten 16 noch gerne in Discos ging!
Vielleicht ist es passiert und ich bin alt geworden. Schwupdiwup. Womöglich ist es eine Renaissance der Pubertät in der ich nicht meine Eltern hasse, sondern es diesmal auf Zappelschuppen abgesehen habe.
Man weiß es nicht. Ich bleibe gespannt.
Und für alle die jetzt denken, ich bin der größte Spießer überhaupt, mag sein. Aber Freitag widme ich mich lieber Menschen, mit denen ich wirklich zusammen sein will, trinke Cocktails zu angemessenen Preisen an einem schönen Ort, wo ich mich sogar unterhalten kann, die Leute kenne und vor ein Uhr auftauchen kann.

Eine Regel habe ich dann aber doch noch. Komm an einem Freitag Abend niemals vor deinen Eltern Heim. Das ist wirklich uncool und womöglich der verlässlichste Indikator für dein fortgeschrittenes Alter. 

 

Glückliches Freitags-Shopping










Freitag, 16. Januar 2015

About Emil Eating Cookies


Emils Sicht:
Gerade komme ich von einem Spaziergang im Wald. Gassi gehen finde ich blöd, schlafen hingegen nicht. Boah, was riecht denn hier so gut? Ich watschel vorsichtig in die Küche, damit mich keiner sieht und mich wieder abknuddelt. Ich hasse das.
So, mit der Pfote die Tür aufgeschoben. Es duftet. Was ist das? Mal unter dem Sofa schauen, hm, nein. Im Papiermüll nachschauen. Nö, auch nicht. Verdammt. Habe ordentlich Kohldampf. Wie immer eigentlich. Aber Sophie sagt ständig, gebt dem nicht so viel, sonst wird Emil fett. Wenn die wüssten, dass dieses Jahr auf der "Pugriser Fashion Week" der Oversize Look total angesagt war. Hawaiihemden trägt man jetzt etwas weiter.
Diese Menschen haben einfach keine Ahnung von Mode. Ich hingegen schon.
Die Süßigkeiten müssen auf dem Esstisch stehen, wo sonst, da denken sie komme ich nicht dran. Tja, selbst schuld. Hättet ihr mich fetter gefüttert, dann könnte ich jetzt nicht so elegant auf den Stuhl hüpfen. Und von dort aus nicht locker auf den Tisch. Und, oh mein Gott! Eine Etagere voll mit Keksen. Heaven!
Ich fresse alles schnell ohne zu kauen, weil ich höre wie sich mir jemand nähert.

Sophies Sicht:
Gerade komme ich von einem Spaziergang im Wald. Spazieren gehen finde ich super, gammeln ist nicht so mein Ding. Emil rennt in die Küche. Der spinnt total. Was hat der schon wieder? Ich gehe erst mal hoch und suche mein Handy. Im Bad ist es nicht. Handtasche auch nicht. Ach da, auf dem Bett. Dann gehe ich runter in Richtung Kühlschrank, weil mir langweilig ist. Beim Betreten der Küche vernehme ich komische Geräusche vom Küchentisch kommend. „LOL, Mama, Emil hat alle Kekse gefuttert!“. Vor lauter Schreck ist mir nichts Geistreicheres eingefallen.
Emil sitzt auf dem Küchentisch und hat alle Kekse leer gegessen. Schrecklich. Und was für ein selten komischer Anblick.
Das war ein verdammtes Backblech voll. Mir kommt der Gedanke, dass Zucker nicht gut für Hunde ist. Oh nein, ich will nicht dass Emil stirbt. Er ist doch erst drei!

Und wen fragt man, wenn es dringend ist und der Tierarzt schon geschlossen hat? Richtig…Siri.
"Siri, wie bringt man Hunde zum Kotzen?" Auf dem Bildschirm erscheint "Das ist das Resultat meiner Websuche:" Darunter folgen die Vorschläge.
Ich lese etwas über Senf. Man soll seinem Hund tatsächlich Senf geben, um ihn zum Kotzen zu bringen? Gesagt getan!

Emils Sicht:
Geil, das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich richtig satt bin. Und jetzt nervt die Alte mich. Ja okay, mein Bauch ist vielleicht ein bisschen dick. Na und? Wollte heute Abend eh mal wieder Sport machen. Außerdem  ist Cheat Tag man! Geh weg mit deiner Leberwurst. Immer wenn es Leberwurst gibt, weiß ich, dass ihr mir was Böses wollt. Entweder ihr versteckt die Wurmtablette da drin oder treibt sonstigen Schabernack damit. Was ist es diesmal?
Die Leberwurst sieht trotzdem total lecker aus. Ich lasse mich hinreißen und beiße rein..... SENFFFFFF ÜÄÄÄÄRGGHHH
Ich finde mich im Garten wieder. Man hat mich hier abgestellt. Unter dem Apfelbaum. Ein schöner Ort zum Kotzen. 

Sophies Sicht:
Emil tut mir so leid. Ich stehe drinnen und beobachte das Treiben, dass sich draußen unter dem Apfelbaum abspielt. Ich kann mir nicht helfen, aber ich muss die ganze an dieses tiefsinnige Gedicht von Ernst Jandl denken: „…Ottos Mops kotzt. Otto:ogottogott.“ Aber was bleibt mir schon übrig. Will ich, dass mein Hund Diabetes bekommt, blind wird oder an einem Zuckerschock stirbt? Nein.Der Senf musste sein.  Aber es ist ja alles scheinbar wieder draußen. 

Epilog
Emil hat danach zehn Stunden gepennt und uns nicht mehr angeschaut, so sauer war er.
Aber die Welt ist wieder in Ordnung. Kekse gibt es ab sofort bei uns ohnehin nicht mehr, weil man Hawaiihemden dieses Jahr nur in kleinen Größen und eng geschnitten bekommt. Das sagen zumindest Experten der Pariser Fashion Week.



So fashionable!



Mittwoch, 14. Januar 2015

About the bachelor

Heute Abend geht es endlich in die nächste Runde! Die Mittwoch Primetime hat wieder einen Sinn. Die Rede ist von "Der Bachelor".
Dass ich ein Gehirn habe und trotzdem diese Sendung schaue, steht für mich in keinerlei Widerspruch. Ich schaue schließlich auch die Geissens, Germanys Next Topmodel und das Dschungelcamp. Diese Sendungen unterhalten mich und man bekommt davon wenigstens keine Alpträume. Argument Ende!
Wochenlang habe ich darauf gewartet. Wer ist der neue Bachelor? Und dann wurden Fotos veröffentlicht. Oh, Snap.
Er ist so eine Mischung aus einem Hundewelpen, dem Wendler und einem Arsch mit zwei Ohren. Habe ich erwähnt, dass er amtierender Mr. Germany ist, ach und Fitnesstrainer. Was sonst. 
Aber der Typ spielt ja keine wirkliche Rolle in meinem Entertainment. Viel wichtiger ist, dass es richtig Krawall im Kandidatinnen-Haus, diesmal in Kalifornien, gibt.
Ich bin mir auch schon ziemlich sicher, wer dieses Jahr die Georgina unter den Mädels ist. Mit Gewissheit Sarah. Playmate und Bankkauffrau (ich hätte niemals gedacht, diese beiden Begriffe in einem Zuge aufzuzählen zu können). Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Playmate und Bankkauffrau in einer Person. Circa so wie Sandalen und Socken. Sehr gewagte Mischung.
Sicher gibt es auch wieder die Heulsuse, die Alte und die Klette. 
Das ist das Gute, man weiß genau was einen erwartet und man weiß genau, dass es einem erneut gefallen wird. Auf in die nächste Runde. Endlich schlagen sich die Frauen wieder öffentlich die Köpfe ein.
Heute Abend werde ich mit Sekt und Popcorn auf der Couch sitzen, das Handy ausschalten und mich einfach freuen und vielleicht ein bisschen fremdschämen.
Meine Emanzipation werde ich für die Zeit von 20:15-22:15 vor die Tür setzen. Aber mal ehrlich, das Spektakel ist es wert. Danke RTL!

Ob ihr als Kandidatin geeignet seid, hier gehts zum Test!